Das heutige VfL-Spiel wird stark gesichert stattfinden
Wolfsburg. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um das heutige VfL-Spiel gegen Bremen werden eine bisher ungekannte Dimension erreichen: Rund ums Stadion patrouillieren Polizisten mit Maschinenpistolen. „Nicht wegen einer konkreten Gefährdungslage, aber wir wollen dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis der Besucher erkennbar Rechnung tragen“, sagt Polizeichef Hans-Ulrich Podehl.
Nach den Anschlägen in Paris und der Terrordrohung beim Länderspiel in Hannover setzen Polizei und VfL bei der Partie gegen Bremen auf ein deutliches Signal. „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass in der Bevölkerung eine deutliche Beunruhigung besteht“, sagt Podehl. Darum wolle man den Fans das erforderliche Sicherheitsgefühl geben, sagt der Einsatzleiter Oliver Meyer. Nicht unbedingt durch ein größeres Polizeiaufgebot. „Aber an Präsenzpunkten in Stadionnähe werden Kollegen anders aussehen als sonst und anders bewaffnet sein als sonst“, so Podehl. Im Klartext: Beamte in Schutzausrüstung und mit Maschinenpistole, was es sonst so nicht gibt.
Gleichzeitig betonen aber die Sicherheitsbehörden und der VfL, dass man grundsätzlich nach dem bestehenden Sicherheitskonzept operiere, das sich „ohnehin auf hohem Niveau bewegt und auch auf Extremsituationen vorbereitet ist“, wie VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann sagt. Allerdings werde man beim Spiel am heutigen Samstag gegen Bremen „sicherlich noch genauer hinschauen als sonst, die Ränge und Tiefgaragen überprüfen.“ Denkbar sei auch, dass Einlasskontrollen und Durchsuchungen länger dauern als üblich. VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs: „Ich denke, diesen Preis kann man zahlen.“
Zudem rufen Polizei und VfL die Fans zu Besonnenheit und friedlichem Verhalten auf. Polizeichef Hans-Ulrich Podehl hofft auf eine friedliche Grundeinstellung aller Besucher. „„Und ich habe die feste Erwartung, dass es zwischen den Fans des VfL und von Werder zu keinerlei Auseinandersetzungen kommen wird“ – auch das wäre in seinen Augen ein richtiges und wichtiges Zeichen.
Angemessen wäre es allemal. „Es waren sehr, sehr bedrückende Bilder, die wir alle zuletzt gesehen haben“, so Röttgermann.

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