Konrad-Gegner übergeben in Berlin 70.000 Unterschriften
Berlin. Rund 70.000 Menschen aus der Region Salzgitter haben mit ihrer Unterschrift deutlich gemacht, dass sie Bedenken gegen eine Erweiterung des Atommüllendlagers Schacht Konrad haben. Der Oberbürgermeister der Stadt, Frank Klingebiel (CDU), Vertreter der IG Metall, des Landvolks und der atomkraftkritischen Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad übergaben die Unterschriftenlisten am Donnerstag im Bundesumweltministerium in Berlin an Staatssekretär Jochen Flasbarth.
Auf Listen in neun großen Kartons auf Atommüllfässern und sogar auf einem Fußball des FC Germania Bleckenstedt hatten 68.139 Menschen in den vergangenen drei Wochen unterschrieben und damit ihren Protest deutlich gemacht.
„Das ist ein großartiger Erfolg. Damit haben wir und die ganze Region unserer Forderung auf Neubewertung von Schacht Konrad nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik und Aufgabe der gescheiterten Konzeption der Nichtrückholbarkeit von Atommüll eindrucksvoll Nachdruck verliehen,“ sagte Salzgitters Bürgermeister Klingebiel in Berlin.
Ursula Schönberg von der AG Schacht Konrad hofft nun: „dass die politisch Verantwortlichen dieses starke Signal auch verstehen und nicht mehr so weiter machen wie bisher, sondern auf die Menschen hören.“
„Wir haben damit gerechnet, dass es große Bedenken bei den Menschen gibt, dass aber so viele in so kurzer Zeit sich uns angeschlossen haben, hat mich dann doch überrascht,“ sagte Matthias Wilhelm von der IG-Metall im Gespräch mit hallo-Salzgitter.
Die Unterschriftensammlung gegen Schacht Konrad läuft noch weiter.

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