Leitbild „Mobilität 2030“: Stadt Gifhorn zählt Autos und Fahrräder
Gifhorn. Autos, Fahrräder, Lkw, Busse: Die Stadt Gifhorn will wissen, was aktuell für Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Deshalb erfolgt derzeit eine Verkehrszählung, die Grundlage der Verkehrsplanungen des kommenden Jahrzehnts sein soll.
Der letzte Verkehrswegeplan für Kfz stammt von 2002, der für alle Fahrzeugarten aus den 1990er-Jahren. „Seither hat sich viel geändert. Es gibt E-Mobilität und viel mehr Fahrräder“, sagt Bürgermeister Matthias Nerlich. Mit den jetzt erhobenen Daten und dem daraus erarbeiteten Plänen soll dann das Leitbild „Mobilität 2030“ entstehen. „Wie soll sich Verkehr entwickeln, welche Fahrzeugarten wollen wir fördern und welche Konsequenzen ergeben sich daraus“, ergänzt Oliver Bley von der Stadt.
An 15 Knotenpunkten wie dem Schillerplatz werden dafür Daten gesammelt. Per Video werden die Verkehrsteilnehmer aufgezeichnet, genau aufgeschlüsselt nach Fahrzeugarten. „Gesichter und Kennzeichen werden nicht erfasst“, betont Matthias Schilde vom Planungsbüro. Außerdem gibt es Datenerhebungen an fünf so genannten Querschnitten – beispielsweise an Bundesstraßen, um zu messen, in welche Richtungen die Verkehrsströme fließen. Auch in Gamsen und Kästorf gibt es Messpunkte.
Insgesamt drei Wochen läuft die Zählung. Dann werden die Daten ausgewertet. Auf Basis der Daten gibt es eine Mängelanalyse, und es werden kleinere Verkehrsräume in Gifhorn gebildet, die genau analysiert werden. „Das alles zusammen bildet den Ist-Stand ab“, so Bley. Der soll im Sommer 2019 bei zwei öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden. Anschließend werden verschiedene Szenarien durchgespielt, welche Auswirkungen welche Maßnahmen auf den Verkehr hätten. Daran soll sich dann die spätere Verkehrsplanung der Stadt orientieren.

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