Ausbau des Stichkanals Salzgitter: Start fürs Planfeststellungverfahren
Salzgitter. Mehr Platz für dicke Pötte: Der Stichkanal bei Salzgitter soll ausgebaut werden, damit er an die Leistungsfähigkeit des Mittellandkanals angepasst wird. 110 Meter lange Großmotorgüterschiffe mit einer Abladetiefe von 2.80 Metern sollen künftig die Häfen Beddingen und Salzgitter anlaufen können. Außerdem sollen bei Beddingen Liegestellen und eine Wendestelle eingerichtet werden. Das Planfeststellungsverfahren hat begonnen. Die Planunterlagen liegen bis zum, 28. Juli 2015 beim Fachgebiet Umwelt der Stadt Salzgitter, im Rathaus, Zimmer 1016, öffentlich aus. Mögliche Einwendungen sind bis zum 11. August möglich.
Das Bundesverkehrsministerium hat bereits 2012 bekanntgegeben, den Stichkanal ausbauen zu wollen. Im Herbst vergangenen Jahres hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dem Vorhaben „höchste Priorität“ bescheinigt und auf einen zügigen Baubeginn gedrängt. Der 18 Kilometer lange Kanal soll auf rund zehn Kilometern vertieft und teilweise verbreitert werden, um die Verbindung ans europäische Binnenwasserstraßennetz auch für Großschiffe zu ermöglichen. Die Kosten teilen sich der Bund (zwei Drittel), das Land Niedersachsen sowie Hamburg (ein Drittel). Marc Oppermann vom Wasserstraßen-Neubauamt gibt den Fahrplan vor: „Im Herbst dieses Jahres ist ein Erörterungstermin zur Vorstellung der geplanten Maßnahmen.“ Mit dem Bau kann voraussichtlich Anfang 2017 begonnen werden.

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