IG Metall aus Salzgitter fährt zur FairWandel-Demo
Salzgitter. Klimakrise, Digitalisierung, neue Technologien: Die Welt ist in Bewegung, und die deutsche Industrie muss sich in vielen Bereichen verändern, will sie auch morgen noch eine Rolle spielen im globalen Geschäft. Der Umbau soll auch den Arbeitern und Angestellten eine Chance lassen, am Ball zu bleiben. Das fordert die IG Metall, die am 29. Juni unter dem Motto „#FairWandel“ zur bundesweiten Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin aufruft.
„Wir stehen vor einem riesigen technologischen Wandel in allen Betrieben hier am Standort“, misst Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Salzgitter, dem Protest in Berlin einen hohen Stellenwert bei. Das gelte für das Stahlgeschäft genauso wie für die Auto- oder Bahnindustrie und die Zulieferbetriebe. Es gehe darum, Druck auf die Politik zu machen, den technologischen Wandel zu flankieren. Der neoliberale Umbau der Wirtschaft, der Arbeitsplätze und des Sozialstaates lassen die Sorgen wachsen bei vielen Arbeitnehmern.
18 Busse fahren mit gut 700 Teilnehmern von verschiedenen Standorten in Salzgitter und Peine in die Hauptstadt, um ein deutliches Signal zu setzen, „dass wir in allen Branchen eine Zukunftsperspektive brauchen für die Beschäftigten“, so Matthias Wilhelm. „Es darf nicht nur um Rendite gehen.“ Er freut sich über die gute Resonanz der Kollegen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt der IG-Metall-Mann. Den Protest in Berlin sieht er als Auftakt und „mächtiges Zeichen“ für weitere Aktionen, ein Programm gibt es aber noch nicht.

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