Kreis Gifhorn: Zeitweise Vorfahrt für Kröten
Landkreis Gifhorn. Noch sind die Nächte zu kalt, aber sobald das Thermometer auch nachts nicht mehr unter zehn Grad fällt, gehen die Amphibien auf Wanderschaft. Martin Zenk von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises kündigte daher Straßensperrungen an und bat Autofahrer um Rücksicht.
Fällt das Thermometer nachts auf Werte rund um den Gefrierpunkt, sei die Gefahr zu groß, dass die Kröten und Molche am Ende ihrer Wanderung vor gefrorenen Gewässern stehen, erklärte Zenk und ergänzte: „Vor allem in feuchten Nächten sind die Tiere unterwegs.“
Autofahrer werden gebeten, langsam zu fahren, wie Kreisrat Mirco Schmidt betonte. „Eine Kröte braucht etwa 20 Minuten, um eine Straße zu queren.“ Bei 1000 Kröten, die pro Nacht eine der beiden im Landkreis zeitweise gesperrten Straßen queren, „kann man sich ausrechnen, wie gering die Chancen wären, lebend anzukommen“.
Gemeinsam mit dem Landkreis bauen Ehrenamtliche in diesen Tagen wieder Krötenfangzäune auf, „das passiert in den Bereichen Stüde, Teichgut und Volkse“, so Zenk. Dort sollten Autofahrer vorsichtig sein, „denn Ehrenamtliche sammeln die Kröten in Eimern und tragen sie über die Straßen“. Sperrungen sind vorgesehen für die Kreisstraße 82 zwischen Ribbesbüttel und Winkel und für die Kreisstraße 112 beziehungsweise 28 zwischen Weyhausen und Weyhäuser Kreuzung. „Gesperrt wird ausschließlich in den Hauptwandernächten zwischen 18 Uhr am Abend und 6 Uhr am Morgen“, so Zenk.
Weitere Auskünfte zum Amphibienschutz erteilt die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises unter Tel. 05371-82753.

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