Großes Ziel für Salzgitter: Verkehrstote bis 2020 um ein Drittel senken
Den Verkehr in Salzgitter sicherer machen – das ist das gemeinsame Ziel von Polizei, Stadt und Verkehrswacht. Vergangenene Woche wurde diese Absicht nun auch schriftlich festgehalten. Die drei Partner schlossen eine Verkehrssicherheitspartnerschaft ab.

Unterzeichen den Kooperationsvertrag (vorn von links): Wolf-Tammo Köhne, Verkehrswacht, Oberbürgermeister Frank Klingebiel und Wilfried Berg (Polizeiinspektion). Im Hintergrund stehen (von links): Michael Scharf, Klaus Jekel, Frank Steinke, Eckhard Häring, Wolfram Skorczyk und Achim Zöfelt. Weber
Im Gebiet der Polizeidirektion Braunschweig hat es 2011 insgesamt 31.324 Verkehrsunfälle (davon 2.566 in Salzgitter) mit 907 (Salzgitter: 79) schwerverletzten Personen und 72 (Salzgitter: 6) getöteten gegeben. Eine Unfallauswertung der Polizei besagt, dass gerade die Autofahrer in der Altersgruppe 18 bis 24 eine besondere Problemgruppe darstellen. Unfallschwerpunkte gibt es nicht, allerdings ist es verstärkt zu sogenannten „Baumunfällen“ gekommen.
Großes Ziel bis 2020: Zahl der schwerverletzten und getöteten Personen um ein Drittel zu reduzieren. „Das ist sehr anspruchsvoll und wird nur in einem Netzwerk funktionieren“, betont Wilfried Berg, Leiter der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel. Dabei arbeiten die drei Institutionen erfolgreich seit Jahren gut zusammen.
Die Zahlen der Unfalltoten belegen es mit einem stetigen Rückgang. Monatliche Informationen der Polizei an die Stadt über die Entwicklung des Unfallgeschehens und gegenseitige Information über die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen sollen nun engmaschiger erfolgen. „Wir sind bereits sehr gut vernetzt. In speziellen Bereichen wollen wir es nun weiter intensivieren“, erzählt Oberbürgermeister Frank Klingebiel.
Insbesondere die Radfahrer-Unfälle sollen durch gemeinsame Kontrollen beziehungsweise Aktionen reduziert werden. Halbjährlich findet zukünftig ein Erfahrungsaustausch aller Kooperationspartner statt, bei dem auch weitere Handlungsfelder abgestimmt werden. Allerdings, sind sich Polizei, Stadt und Verkehrswacht einig, bisherige und neue Maßnahmen können nur eine Hilfestellung für den Bürger sein. Entscheidend ist der jeweilige Mensch hinter dem Lenkrad, von dem Verständnis für andere Verkehrsteilnehmer und Rücksichtnahme erwartet wird. yw

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