Neuer Verkehrsentwicklungsplan: Auch die Gifhorner Bürger sind gefragt
Gifhorn. Wie kann stetig anwachsender Verkehr besser fließen? Die Stadt Gifhorn arbeitet an einem neuen Verkehrsentwicklungsplan. Und jetzt sind die Gifhorner selbst gefragt.
Seit einem Jahr tüftelt das Ingenieurbüro WVI an dem neuen Konzept. Unter anderem haben Kameras an neuralgischen Stellen Verkehrsströme gemessen. „Wir haben ganz viel Verkehr erhoben“, so Manfred Michael von WVI. Inzwischen laufe die Analyse. Für Michael und sein Team Zeit, „die Bürger ins Boot zu holen“.
Der öffentliche Auftakt zur Bürgerbeteiligung ist am Mittwoch, 20. März, ab 18 Uhr im Ratssaal. Dort wollen Bürgermeister Matthias Nerlich und Verkehrsplaner Oliver Bley zusammen mit dem WVI-Team die Bestandsaufnahme und das „Leitbild Mobilität 2030“ vorstellen. „Wir kommen jetzt in die Phase, wo wir die Öffentlichkeit beteiligen wollen“, sagt Nerlich. In kleinen Gruppen sollen die Teilnehmer gemeinsam mit Experten Einzelaspekte diskutieren.
Danach gibt es im Ratssaal jeweils ab 18 Uhr drei Workshop- und Vortragsveranstaltungen – am 27. März zu ÖPNV und Radverkehr, am 4. April zu Barrierefreiheit und Mobilität im Alter sowie am 25. April zu E-Mobilität. Mit dabei sind Fachleute von Regionalverband, VLG, ADFC, Behindertenbeirat, Seniorenbeirat, Ostfalia Hochschule, IAV und Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Interessierte Bürger sollen mitmachen und ihre Ideen einbringen. Das geht auch online bis zum 5. April auf der Homepage www.stadt-gifhorn.de unter der Rubrik „Sag’s uns einfach“.
„Wir wollen nicht nur den automobilen Individualverkehr betrachten“, sagt Nerlich. Auch Nahverkehr, Radfahrer und Fußgänger gehörten zur Mobilität.
Die Abschlussveranstaltung ist im Juni geplant. Denn: „Wir wollen auf jeden Fall 2020 schon die ersten Maßnahmen umsetzen.“

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