Wolfsburg: VW will doch in den Werksferien arbeiten
Wolfsburg. Mitten in der europäischen Absatz-Krise ist das eine erfreuliche Nachricht: Weil sich der neue Golf weiter gut verkauft, will Volkswagen in Wolfsburg auch in den Werksferien produzieren. Vergangenen Dienstag hat der VW-Betriebsrat den Weg frei gemacht: Neben den Mitarbeitern aus der Stammbelegschaft, die ihren Urlaub freiwillig verschieben, sollen mehrere hundert Ferienarbeiter eingestellt werden.

Golf-Produktion: Die Arbeit in den Werksferien ist beschlossene Sache und auch im dritten Quartal stehen Sonderschichten an.
Dem kurzfristig geäußerten Wunsch des Unternehmens für eine Produktion im Werksurlaub stimmten die Arbeitnehmervertreter auf einer außerordentlichen Betriebsratssitzung zu. In den Werksferien vom 15. Juli bis zum 2. August sollen rund 300 Exemplare des Golf VII pro Tag vom Band rollen. Geplant ist eine Frühschicht in der ersten Woche der Ferien, gefolgt von einer Nachtschicht und wieder einer Frühschicht.
Rund 1000 Mitarbeiter braucht VW für die Golf-Produktion in den Werksferien. Die Suche nach Freiwilligen aus der Stammbelegschaft verlief zunächst schleppend, weil viele Mitarbeiter ihren Sommerurlaub schon lange geplant haben. Dienstag Abend teilte VW dann mit: „Die Abfrage unter der Belegschaft auf freiwilliger Basis war erfolgreich. Zusätzlich sollen mehrere hundert Ferienarbeitskräfte eingestellt werden.“
Bislang hatte VW nur von einem „vereinzelten Bedarf“ für den Einsatz von Schülern und Studenten als Ferienarbeiter gesprochen (Rundblick berichtete). Jetzt könnten doch mehr Bewerber über die Wolfsburg AG eine Stelle bekommen.

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