Was Salzgitters Autofahrer beim Sicherheitsgurt beachten sollten
Salzgitter. „Der Sicherheitsgurt zählt zu den wichtigsten Maßnahmen des passiven Insassenschutzes im Pkw“, sagt Markus Egelhaaf, Unfallforscher bei der Dekra. Die Rückhalteeinrichtungen in modernen Pkw, die aus Gurt, Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern plus Airbag bestehen, sind exakt aufeinander abgestimmt. „Kommt es bei niedriger Geschwindigkeit zu einem Unfall, kann es durchaus passieren, dass der Airbag nicht auslöst, weil der Sicherheitsgurt genügen würde“, erklärt der Experte. „Deshalb ist es wichtig, dass der Sicherheitsgurt korrekt angelegt wird. Dabei sollte man vor allem darauf achten:
❱ Den Gurt niemals unter der Achsel anstatt über die Schulter führen, um den subjektiven Bewegungsspielraum zu vergrößern.
❱ Die Gurthöhe so einstellen, dass der Gurt nicht am Hals anliegt, sondern über die Schulter und das Schlüsselbein läuft.
❱ Den Gurt nicht über harte Gegenstände führen, wie etwa Smartphone oder Schlüsselbund, die sich in den Taschen der Bekleidung befinden.
❱ Dicke Jacken, Mäntel und Westen ausziehen, bevor man sich anschnallt. Sie können wie ein Luftpolster wirken und zu viel Bewegungsspielraum bieten. Dadurch hat der beste Gurtstraffer keine Chance.
❱ Dafür sorgen, dass Kinder bis zwölf Jahre und mit einer Körpergröße von unter 1,50 Metern in einem Kindersitz angeschnallt werden.
„Mittlerweile ist der Anteil der Gurtmuffel im Pkw auf etwa zwei Prozent gesunken“, sagt Egelhaaf. „Von den in Pkw tödlich verunglückten Insassen waren dagegen 20 Prozent nicht angegurtet. Besser lässt sich die Wirksamkeit des lebensrettenden Textils nicht belegen.“

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