Sparkasse Goslar/Harz: Wachstum aus eigener Kraft
Salzgitter-Bad. Eine gestiegene Bilanzsumme und ein guter Mittelstand sind nach Meinung des Vorstandsvorsitzenden Hermann Mehrens sowie Vorstandsmitglied Dirk-Peter Vorderstemann von der Sparkasse Goslar/Harz ein positives Ergebnis des Geschäftsjahres 2014.
„Den leichten Anstieg der Bilanzsumme auf 1,42 Milliarden Euro haben wir unserem Eigenwachstum zu verdanken“, betonte Hermann Mehrens. Die Einlagen seien um 25 Millionen auf 1,15 Milliarden Euro angewachsen. Mit 290 Millionen Euro (+ 4,7 Prozent) wurden mehr Kredite als im Vorjahr zugesagt.
Zu den positiven Seiten zählt Dirk-Peter Vorderstemann den Versicherungsbereich mit über 13 Millionen Euro jährlichem Beitragsvolumen. Auch das GiroPlus-Modell zeige sich erneut als Renner. Über 9.000 Kunden nutzten die zusätzlichen Einkaufsvergünstigungen der inzwischen 60 Vertragspartner. Vorderstemann zeigte sich mit einem Jahresüberschuss von 2,4 Millionen Euro zufrieden. Es sei besser gelaufen als zu erwarten war. Mit Eigenkapital und stillen Reserven von 146 Millionen Euro stehe die Sparkasse auf einem soliden Fundament.
Trotz des historischen Niedrigzinsniveaus waren die Zahlen im Immobilienbereich gegenüber 2013 leicht reduziert. Im Wertpapiergeschäft wurde eine erhebliche Nachfrage registriert. Eine Reaktion aufgrund negativer Renditen für Rentenpapiere der Bundesrepublik. „Herrn Draghi sei es gedankt“, betonte Mehrens ironisch.
Eine Erfolgsstory ist die Stiftergesellschaft der Sparkasse Goslar/Harz mit einem Vermögen von 6,1 Millionen Euro. Neun Stiftungen werden unter ihrem Dach betreut und 21 weitere eigene Stiftungen begleitet.
Die Sparkasse müsse auf die europäische Finanzpolitik mit Kostensenkungen reagieren, um weiter Marktführer der Region zu bleiben, so die beiden Vorstandsvorsitzenden. „Wir werden präsent bleiben und keine Negativzinsen einführen sowie neben dem Cineplex weitere Drive-Geldautomaten aufstellen“, betonte Hermann Mehrens.
Zum Schluss zeigten sich die Sparkassen-Vertreter trotz der EZB-Zinspolitik zuversichtlich. Sie waren sich einig, dass die Sparkasse in der Region dank des Vertrauens der Kunden für die Zukunft gut aufgestellt ist.
Sorgenvoll schaut der Vorstand auf die nächsten Jahre. Staatliche Regulierung bereite nicht nur erhebliche Kosten, sondern enge die geschäftlichen Spielräume ein. Darüber hinaus entwickele sich die „Null-Zins-Politik der EZB“ für alle zu einem ernsten Problem. pa

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