Feuer in Salzgitter-Gitter: Familie muss ganz neu anfangen

Feuer in Salzgitter-Gitter: Familie muss ganz neu anfangen

Für die vom Wohnhausbfrand betroffene Familie Geifulin aus Gitter haben vergangene Woche Freud und Leid wieder eng beieinander gelegen. Die Mitarbeiter der Sparkasse Goslar/Harzhatten sammelten für die Mutter und ihre Kinder, doch die Stimmung bei der Übergabe war getrübt. In der Nacht zuvor war der Großvater nach dreieinhalb Wochen der schweren Rauchvergiftung erlegen.

Hilfe für die Brnadopfer: Die Belegschaft der Sparkasse Goslar/Harz sammelte nach einem internen Aufruf des Mitarbeiters Sebastian Krusy insgesamt 1200 Euro für die Familie Geifullin.

Im April spielten sich in Gitter dramatische Szenen ab. Wie berichtet, brannte ein ehemaliges Bauernhaus ab. Dank der Nachbarn und der Feuerwehr kam die Familie rechtzeitig hinaus. Nun hat das Feuer doch einen Toten gefordert. Anfang der Woche starb der 75-jährige Großvater, der in der Brandnacht mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Er erlag nun der schweren Rauchgasvergiftung. „Er war mein Lieblingsopa“, sagte Enkelin Laurine traurig, die ihren Großvater sehr vermisst. Bis dahin war Hündin Tea das einzige Todesopfer gewesen. Das Tier hatte die Familie in der Unglücksnacht durch ihr Gebell geweckt, war dann aber in den Flammen erstickt.

Sonja Geifullin und ihre vier Kinder Chani (2), Tino (5), Laurine (11) und Cheyenne (17) stehen vor dem Nichts. Bis auf wenige Ausnahmen ist ihr gesamtes Hab und Gut dem Feuer und dem  Löschwasser zum Opfer gefallen. Wie ist der Neuanfang nach solch einem Ereignis ? „Sehr schwer“, sagt die Mutter. Aber es gibt auch eine große Hilfsbereitschaft.

Nach der Katastrophe kamen sie zunächst bei ihrem Bruder unter, bereits am dritten Tag stellte die Wohnungsgesellschaft Wohnbau eine Unterkunft in Salzgitter-Bad zur Verfügung. „Betten für die Kinder, Wäsche und Spielzeug wurden uns sehr schnell von hilfsbereiten Menschen gespendet“, sagt Geifullin dankbar.

Da die Brandursache bislang nicht festgestellt wurde, verzögert sich die Erstattung der Schäden durch die Versicherung. „Das Gutachten liegt noch nicht vor“, sagt ihre Schwester Anja Behrens. Um der jungen Familie zu helfen, hat die Sparkasse Goslar/Harz ein Spendenkonto eingerichtet(Stiftergesellschaft, Kontonummer 98 000 888, Bankleitzahl 268 500 01).

Die Belegschaft der Sparkasse hat bereits den ersten Schritt getan. In einer spontanen Aktion, die von Sebastian Krusy initiert wurde, kamen 1200 Euro zusammen. „Im Kindergarten meines Sohnes wurde mit einer Spardose für die Familie gesammelt“, berichtet Krusy. Um das Ergebnis zu erhöhen, rief er Kollegen dazu auf, sich anzuschließen. „Hier musste sofort geholfen werden“, sagt auch Detlev Koch, Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftergesellschaft.