"Chefinnen SZ" gegründet: Das Bündnis in Salzgitter soll allen helfen
Der Vertrag ist geschlossen. Repräsentanten von 12 Unternehmen aus Salzgitter, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Dr. Hermann Kuess, und Oberbürgermeister Frank Klingebiel setzten heute, Mittwoch (18. Juli), im Hotel am See ihre Unterschriften unter die gemeinsame Erklärung für „ChefinnenSZ“.

Deutlich mehr Herren als Damen zu sehen: Im Hotel am See gründeten Vertreter der Stadt und Unternehmen das regionale Bündnis „Chefinnen SZ“.
Als eine von nur zehn deutschen Städten hatte sich Salzgitter bei insgesamt 49 Bewerbungen beim BMFSFJ erfolgreich um dieses regionale Bündnis für Chancengleichheit beworben. In Niedersachsen ist keine weitere Kommune beteiligt.
Laut BMFSFJ sind die regionalen Netzwerke „Deutschlands größtes Unternehmensbündnis für mehr Frauen in Führungspositionen“. 100 Unternehmen quer durch alle Branchen beteiligen sich an dem dreijährigen Modellprojekt. Sie wollen in die Zukunft ihrer jeweiligen Region investieren: Politik und Wirtschaft verpflichten sich in der Gemeinsamen Erklärung, die Karriereentwicklung von Frauen zu fördern und Strukturen für mehr Chancengleichheit zu schaffen.
Gefördert werden die Bündnisse vom BMFSFJ; Projekträgerin ist die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF Berlin). Sie begleitet die Arbeit der Bündnisse, berät Kommunen und Wirtschaft, koordiniert Veranstaltungen zum branchenspezifischen und –übergreifenden Austausch.
In Salzgitter startete das Programm mit einem Workshop zum gegenseitigen Kennenlernen der Unternehmen unter Beteiligung der Wirtschaftsförderung der Stadt sowie einer Formulierung der Ziele und Erwartungen. Es erfolgte die Gründung des Regionalen Bündnisses mit einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Dr. Kues, der Personalvorstand der Salzgitter AG, Peter-Jürgen Schneider, und die Geschäftsführerin der Klinikum Salzgitter GmbH, Dr. Anke Lasserre. Vom EAF stellte Dr. Helga Lukoschat das Projekt noch einmal vor.
Der demografische Wandel erfordert in den nächsten Jahren auch in Salzgitter erhebliche Anstrengungen, um den Wirtschaftsstandort zu sichern. Eine differenzierte Bildungsförderung, die gezielte Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine verstärkte Erwerbsbeteiligung von Migrantinnen und Migranten sowie die Nutzung des Potenzials und der Kreativität der hochqualifizierten und gut ausgebildeten Frauen sind wichtigen Instrumente, deren Umsetzung zudem die Chancengleichheit der Geschlechter fördert.

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