25 Jahre Frauenbüro der Stadt Salzgitter: Ausstellung im Rathaus eröffnet

25 Jahre Frauenbüro der Stadt Salzgitter: Ausstellung im Rathaus eröffnet

Rund um den Internationalen Frauentag hat das Gleichstellungsreferat der Stadt Salzgitter gemeinsam mit der „Arbeitsgemeinschaft 8. März“ eine Reihe von Veranstaltungen organisiert. In diesem Rahmen stand auch das 25-jährige Bestehen des Frauenbüros (Gleichstellungsreferat). Eine Ausstellung im Rathaus widmet sich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Gleichberechtigung.

25 Jahre Gleichberechtigungsarbeit: Oberbürgermeister Frank Klingebiel eröffnet die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Lebenstedter Rathaus.

Bei der Eröffnung stellte Oberbürgermeister Frank Klingebiel fest, dass die geschlechtsspezifischen Nachteile in der Gesellschaft noch lange nicht überwunden seien. Es müsse an die vielen Ungerechtigkeiten erinnert werden, die Frauen weltweit erdulden. Vor 25 Jahre habe Salzgitter mit Ute von Wrangell die erste Frauenbeauftragte eingestellt, nachdem 1975 der Gesetzgeber mit dem Gleichberechtigungsgesetz den Weg dafür bereitet hatte. Klingebiel: „Doch es musste noch viele geschehen. Engagierten Frauen haben wir es heute zu verdanken, dass der Kampf um die Gleichberechtigung dann Fahrt aufgenommen hat.“

Nach seinen Worten sind in der heutigen Zeit die Probleme diffiziler. Als Beispiel nannte der OB den geringen Willen in Unternehmen, junge Frauen einzustellen, weil diese schwanger werden könnten. Im Gegensatz zur Industrie, wo es durchaus noch weniger Geld für Frauen trotz gleicher Arbeite gebe, sei diese Frage im Öffentlichen Dienst geklärt. Mit Christa Frenzel habe die Stadt zum ersten Mal eine Dezernentin, zudem arbeite seit einiger Zeit die erste Frau in den Reihen der Berufsfeuerwehr. Die Gleichberechtigungs-Anstrengungen der Stadt seien auf Landesebene vernommen worden, so Klingebiel, Salzgitter habe daher den Förderzuschlag zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ erhalten.
Nachdem die heutige Gleichberechtigungsbeauftrage Simone Semmler in ihrem Grußwort den „bienenfleißigen aktiven Frauen im Netzwerk“ gedankt hatte, berichtete Ute von Wrangell von den schwierigen Anfängen. Sie erinnerte an die „gelben Seiten der Kinderbetreuung“, die Vernetzung der Arbeitsgemeinschaften, das Frauenhandbuch oder die  Frauenwochen.

Wichtig sei nach wie vor die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, so von Wrangell. Zwar habe die Gleichberechtigungsarbeit zu einer Steigerung von 2,9 auf 20 Prozent an der Spitze der Verwaltung geführt, dennoch seien Arbeitszeit, Geld und Macht noch immer nicht gleich verteilt.