„Lesetüten“ beim Kinderarzt sollen Leselust wecken
Gifhorn. Eltern lesen ihren Kindern immer seltener vor. Dem will das Land mit dem Projekt „Lesestart Niedersachsen“ entgegensteuern. Mit im Boot sind die Gifhorner Stadtbücherei sowie Arzt- und Kinderarztpraxen in Stadt und Kreis.
720 Lesetüten, die ein Bilderbuch und Infos für die Eltern enthalten, wurden an Kinderarztpraxen in Gifhorn und an Arztpraxen in Leiferde und Müden verteilt.
„Die Stadtbücherei Gifhorn beteiligt sich erneut an dem vom Land initiierten Projekt, das nun in die zweite Runde startet“, erklärte Bücherei-Leiterin Anne-Kathrin Schrader. Im Beisein von Bürgermeister Matthias Nerlich und Schulamtsleiter Dr. Klaus Meister übergab sie 350 Lesestart-Taschen an die Gifhorner Kinderärztin Dr. Antje Markhardt.
„Das Buch ist leider vom Fernsehen oder Computer verdrängt worden“, bedauerte Nerlich. Daher sei es wichtig, dass die Eltern direkt angesprochen werden. Bei den Kinderärzten würden die Eltern die Lesepakete direkt bei der U6-Untersuchung überreicht bekommen.
„Sprache durch Vorlesen zu üben – das tritt leider immer mehr in den Hintergrund“, berichtete Kinderärztin Dr. Antje Markhardt, die die Praxis am Calberlaher Damm gemeinsam mit Dr. Dorothea Boeckmann leitet.
Sprach- und Leseförderung müsse frühstmöglich anfangen – weil viele Kinder später sonst nicht mehr in der Lage seien, in vollständigen Sätzen zu sprechen, warnte die Medizinerin.
In der Gemeinschaftspraxis werden pro Quartal 70 Lesestart-Sets an Eltern und Kinder verteilt.

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