Kein Fahrverbot für Gifhorns Dieselfahrer
Landkreis Gifhorn. Im Landkreis Gifhorn müssen Diesel-Fahrer auf absehbare Zeit nicht mit Fahrverboten rechnen. Es gibt nämlich gar keine Messstellen, die etwaige Überschreitungen von Grenzwerten erfassen würden. Offenbar rechnet man in der frischen ländlichen Gifhorner Luft auch gar nicht damit.
Laut Landrat Dr. Andreas Ebel gibt es in Braunschweig und Wolfsburg sowie im Landkreis Uelzen nahe Bad Bodenteich Messstationen. Die Standorte habe das Land Niedersachsen festgelegt. „Hierbei war im Landkreis Gifhorn keine Station vorgesehen“, sagt Ebel. „Eines der Kriterien für den Betrieb einer Station ist zum Beispiel das Vorliegen eines Ballungsraumes (mehr als 250.000 Einwohner).“
Daran wird sich vorläufig auch nichts ändern, so das Umweltministerium in Hannover. „Es ist derzeit nicht geplant, Messungen im Landkreis Gifhorn aufzunehmen“, so Sprecherin Justina Lethen. Mit Diesel-Fahrverboten sei somit kaum zu rechnen: „Derzeit sind im Landkreis Gifhorn keine Betroffenheiten bekannt, die ein Fahrverbot im Landkreis wahrscheinlich machen.“
Zum Vergleich beim Beispiel Stickstoffdioxid: Der Jahresbericht 2016 des Umweltministeriums spricht von Überschreitungen des seit 2010 gültigen Grenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel an verkehrsnahen Messstellen in den Städten Hannover, Hameln, Hildesheim, Osnabrück und Oldenburg.
„Der Grenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor einer kurzzeitigen Belastung mit Stickstoffdioxid (maximal 18 Stunden im Jahr mit Stundenmittelwerten von mehr als 200 Mikrogramm pro Kubikmeter) wurde an allen Probenahmestellen eingehalten.“
Nur an einer verkehrsnahen Stelle in Osnabrück sei diese Latte einmal gerissen worden.

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