Gifhorn: Nadelöhr Celler Straße – Halteverbot soll helfen
Gifhorn. Vor rund zwei Jahren wurde die Celler Straße umgebaut – seitdem reißt der Ärger nicht ab. Parkende Autos machen die Straße zu einem Nadelöhr. Fließender Verkehr in beiden Richtungen ist auf der vielbefahrenen Strecke selten möglich.

Experten von Polizei und Verkehrgesellschaft üben teils harsche Kritik an dem umstrittenen Umbau der Celler Straße.
Reinhard Preuß, Verkehrsexperte der Polizei, sieht Handlungsbedarf. „Zur Rush-Hour sind die Zustände unzumutbar“, kritisiert der Hauptkommissar. Weniger Parkplätze und eine zu schmale Fahrbahn: „Teures Geld wurde für eine Verschlechterung ausgegeben“, steht für ihn fest. „Wäre die Straße nur 50 Zentimeter breiter, würde es weniger Schwierigkeiten im Begegnungsverkehr geben“, sagt Preuß.
„Die Celler Straße ist ein Nadelöhr für unsere Busse“, sagt auch Henrik Bude, Betriebsleiter der Verkehrsgesellschaft des Landkreises Gifhorn (VLG). Bereits im August 2011 habe die VLG Probleme auf der sanierten Celler Straße vorhergesehen. Schriftlich habe die VLG die Stadt aufgefordert, kritische Bereiche so abzumarkieren, dass ein Parken unmöglich ist. Passiert sei bisher nichts. „Unsere Busse schlängeln sich durch, wir verursachen unnötige Staus“, kritisiert Bude und wünscht sich Abhilfe.
„Wir werden auf jeden Fall etwas unternehmen“, kündigt Elke Rohrbeck vom Ordnungsamt der Stadt an. Derzeit würden bereits Möglichkeiten geprüft.
Um dem Verkehrschaos Einhalt zu gebieten, beantragt die CDU-Fraktion in der Ratsversammlung der Stadt, in einem Teil der Celler Straße auf beiden Seiten Halteverbote einzurichten. Über den Antrag beraten Gifhorner Politiker am morgigen Montag.

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