Spargelsaison in Gifhorn endet jetzt: Von zufriedenstellend bis gut

Spargelsaison in Gifhorn endet jetzt: Von zufriedenstellend bis gut

Landkreis Gifhorn. „Kirschen rot, Spargel tot“ beschreibt eine Bauernregel das Ende der Spargelsaison, die offiziell bis zum 24. Juni dauert. Die Spargelhöfe Kuhls in Neubokel und Westermann in Meinersen haben die Ernte des edlen Stangengemüses jedoch bereits eingestellt. Auf dem Gut Brenneckenbrück wird noch bis heute gestochen.

Die großen Spargelhöfe im Landkreis Gifhorn können nun eine Saisonbilanz ziehen. Photowerk

„Es war eine mittelmäßige Saison“, zieht Brigitte Westermann für die letzten Wochen Bilanz. Da ihr Betrieb keine Spargelfelder unter Folie habe, habe das Wetter eine gute Ernte verhindert. „Es war über weite Strecken einfach zu kalt – eine durchgängige und richtige Wärmeperiode hat gefehlt“, so Westermann.
Sieben Hektar mit Spezial-Tunnel und zwei Hektar mit Dreifach-Abdeckung: Die Folientechnik erlaubte Spargelbauer Henning Kuhls einen Saisonstart am 15. März. „So zeitig haben wir noch nie losgelegt“, sagt der Landwirt. „Wir haben frühe Sorten – die brauchen Zeit, um sich zu regnieren“, nennt Kuhls den Grund für das Saison-Aus vor dem 24. Juni. „Wir sind zufrieden, die Qualität hat gepasst“, zieht Kuhls Bilanz. Der Preis haben im Durchschnitt bei sieben Euro pro Kilo (erste Sorte) gelegen.
„Wir stechen noch bis zum 29. Juni“, bietet Bastian Ehrhardt auf dem Gut Brenneckenbrück seinen Spargel an. „Wir haben späte Sorten, bei denen mit dem Stechen erst Ende der ersten Maiwoche begonnen worden ist“, erläutert er. Der Unternehmer, der ebenfalls viele Spargelfelder unter Folie hat, spricht von einer „guten Saison“.