Ein Stolperstein für den Lengeder Bergmann Franz Zdyna
Lengede. Mit einer nach Aufmerksamkeit schreienden Handlung hat Künstler Gunter Demnig die Stolpersteinlegung für den durch die Nationalsozialisten hingerichteten Bergbauer Franz Zdyn eröffnet. An der Gedenkstätte des Grubenunglücks griff er zur Flex und öffnete unter ohrenbetäubendem Kreischen das Pflaster vor fast 100 Teilnehmern, darunter der 11. Jahrgang der IGS-Lengede.
„Dieses scharfe Einschneiden in den verdichteten Asphalt verdeutlichte den Existenzialismus der Auseinandersetzung mit dem Fall Zdyns augenscheinlich“, sagte Religionslehrerin Swantje Grube-Koch. Lätitia, Schülerin der 11a, kommentierte diese Handlung genauso kurz wie präzise: „Ziemlich laut, aber beeindruckend.“ Hans-Jürgen Glaper, Vorsitzender der Gewerkschaft für Erziehung und Bildung, sowie Walter Künnecke, Ortsheimatspfleger von Woltwiesche, machten in ihren Redenn deutlich, dass mit dieser hart umkämpften Stolpersteinlegung das Andenken von Franz Zdyn geehrt werden solle.
Der lautstarke Beginn mündete in den besinnlichen Vortag von neun Schülern des 11. Jahrgangs der IGS-Lengede. Auf andächtige Weise trugen sie, unterstützt durch leise Geigenmusik, zuerst Franz Zdyns Lebenslauf und anschließend eindringlich ihre eigenen Gedanken zu dessen Schicksal vor.

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