Vogelgrippe: Der Kreis Gifhorn ist vorbereitet
Gifhorn. Das Veterinäramt hat die Entwicklungen um die Vogelgrippe genau im Blick. Nachdem das gefürchtete Virus H5N8 vor wenigen Tagen erstmals bei einem Wildvogel nachgewiesen worden ist, sorgen sich auch im Landkreis Gifhorn Geflügelhalter um ihre Tiere. „Eine Aufstallungspflicht gibt es aktuell noch nicht“, sagt Dr. Christoph Schwartpaul.
Das Veternäramt rät, Geflügel in den Stall zu bringen – auch wenn dies noch nicht verpflichtend ist. Christoph Aron/pixelio
Noch dürften Hühner, Puten, Enten, Gänse und anderes Geflügel im Freien gehalten werden, erläutert der Tierarzt. Der Landkreis sei jedoch für den Ernstfall gerüstet. In Mecklenburg-Vorpommern, in Brandenburg und in einigen Teilen Niedersachsens gebe es bereits eine Stallpflicht. „Wenn eine entsprechende Anordnung durch das Landwirtschaftsministerium für den Kreis kommt, sind wir vorbereitet“, versichert Schwartpaul. „Im Landkreis Gifhorn gibt es einige große Mast- und Legehennen-Betriebe“, weiß der Veterinär. „Diese Tiere werden jedoch nicht im Freien gehalten“, erläutert Schwartpaul. Der Kreis habe insbesondere zahlreiche „mittlere Geflügel-Betriebe“ im Blick.
„Im Interesse aller Geflügelhalter ist es jedoch sinnvoll, die Tiere in den Stall zu bringen“, rät Dr. Mario Ruppert, Leiter des Veterinäramtes. Eine offizielle Verpflichtung gebe es jedoch nicht. Auch das Schlachten der Tiere – viele Halter hatten es erst zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest geplant – sei eine Möglichkeit, einer Infektion durch den Vogelgrippe-Virus vorzubeugen, rät Ruppert.

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