Wolfsburg will die Becherflut stoppen
Wolfsburg. Die Stadt will die Becherflut stoppen: Die Wolfsburger Wirtschafts- und Marketinggesellschaft WMG führt aktuell Gespräche zur Einführung eines Mehrwegpfandsystem in der Volkswagenstadt.
Händler und die Autostadt hat die WMG bereits ins Boot geholt und lädt deshalb zu einer Info-Veranstaltung am Dienstag, 10. April, um 16 Uhr ins Tryp Hotel Wolfsburg (Raum „Passat“) ein. Ziel der Einführung eines Mehrwegbecher-Pfandsystems ist, weniger Müll zu produzieren. Vor allem Coffee-To-Go-Pappbecher stapeln sich täglich in den Mülleimern der Stadt. Allein in Deutschland werden laut Berechnungen des Umweltbundesamts jedes Jahr rund 2,8 Milliarden Einwegbecher verwendet.
Die Bäckerei Cadera in Wolfsburg fördert schon jetzt wie etliche andere Händler das Umweltbewusstsein und bietet Rabatt auf Kaffee an, wenn der Kunde seinen eigenen Becher mitbringt. Prokurist Hendrik Wolf-Doettinchem: „Wir begrüßen diese Initiative, werden an der Info-Veranstaltung teilnehmen und dann schauen, ob und für welches System wir uns entscheiden möchten.“
Die WMG hat das Pfandsystem der Firma „reCup“ unter die Lupe genommen. „Aufgrund der guten Praktikabilität konnte es überzeugen“, so WMG-Geschäftsführer Jens Hofschröer. Thomas Werner, Abteilungsleiter Handel und Zentren der WMG, ergänzt: „Der Mehrwegbecher wird mit einem speziellen Wolfsburg-Design gebrandet.“
Ob der Mehrwegbecher wirklich besser für die Umwelt ist, bleibt allerdings fraglich: Denn es gibt durchaus auch kritische Expertenstimmen, was die Öko-Bilanz und die Hygiene angeht.

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