Wolfsburg: Glasdach-Erweiterung trotz Kritik
Wolfsburg. Hauptdiskussionspunkte bei der Ratssitzung am vergangenen Mittwoch waren die Zukunft des CongressParks und das Fuzo-Glasdach. Auch über Sinn und Kosten der ab Mai geplanten Live-Übertragung von Ratssitzungen im Internet (Online-Streaming) waren sich die Fraktionen nicht einig. Letztlich wurden alle 28 zur Entscheidung anstehenden Vorlagen aber beschlossen.
• 275.000 Euro wird der fehlende Teil des Glasdachs kosten, erwartungsgemäß stimmten PUG, FDP/WTZ, Piraten und Linke dagegen. SPD, CDU und Grüne zählten Vorteile auf: Es sei beliebt bei Veranstaltern und biete Schutz. Sieghard Wilhelm (Grüne) meinte sogar, es habe sich zum „Markenzeichen Wolfsburgs“ entwickelt und begründete so den Meinungsumschwung seiner Fraktion, die 2007 dagegen gestimmt hatte. Kritiker überzeugte das nicht. Sandra Straube (PUG): „Die 1,3 Millionen, die es jetzt insgesamt gekostet hat, ist es einfach nicht wert.“
• Der CDU sind 4000 Euro pro Sitzung zu viel: Soviel wird es kosten, wenn Rats-Debatten ab Mai live im Internet übertragen werden. Auch die Grünen Elke Braun und Brigitte Musiol waren gegen eine Übertragung, die Mehrheit aber begrüßte es als Info-Möglichkeit für Bürger.
• Über den CongressPark, seine mögliche Rück-Umbenennung zur Stadthalle, die Schwerpunkte (Musik oder Messen) und Gastronomie wird noch viel diskutiert werden. Am Mittwoch beschloss der Rat erst einmal (ohne Stimmen von CDU und Piraten), in den nächsten Jahren in Kooperation mit dem Theater bei Veranstaltungen auf Synergien zu setzen. Inwieweit es diese Effekte geben kann, wird nun geprüft.


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