Schloss Wolfsburg: Weiße Farbe ist belegt
Wolfsburg. Einige Wolfsburger bekamen einen Schreck, als sie die Schlossfassade des Nordflügels nach erfolgter Sanierung sahen. Sie ist weiß – viel heller als früher und viel heller als der Rest des historischen Gemäuers. Aber es ist der Orginalfarbton, das sei wissenschaftlich belegt, sagen Experten.
Stadtbaurätin Monika Thomas stellte am Mittwoch noch einmal mit Fachleuten klar, dass sich niemand den gelblichen Weißton ausgedacht habe: „Das war keine Willkür.“ Die verantwortlichen Architekten vom Büro woelk wilkens und andere Experten hätten im Vorfeld „tief greifende Recherchen“ vorgenommen. Die Diskussion um die Fassadenfarbe ist nicht neu, bereits 1987 ließ die Stadt einen Flügel des Schlosses sanieren und danach war diese Fassade ebenfalls heller als der Rest des Schlosses.
Eine Gesamtsanierung des Gebäudes sei schwer machbar – zu teuer. Deshalb entschied sich die Stadt für Teilschritte. In dem Zuge erhält das Schloss außerdem ab Oktober neue Fenster, die dem Original nahe kommen und energetischer sind. Bei der Fassade entschieden sich die Experten für Schlämme – eine Mischung aus Kalk und Sandstein. Schlämme wurden auch früher in der Renaissance benutzt, sagt Restauratorin Anja Stadler. Trost für alle, die das Weiß nicht mögen: Im Laufe der Jahre gleichen sich beide Farbtöne an.


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