Zwei restaurierte Glattwalzen in Salzgitter-Gitter zu sehen
SZ-Gitter. Der Arbeitskreis „Freilichtmuseum“ hat zwei neue landwirtschaftliche Ausstellungsstücke der Öffentlichkeit in Gitter präsentiert. „Die inzwischen äußerst seltenen Glattwalzen mussten wir per Anzeige in der Landwirtschaftszeitung „Land & Forst“ suchen“, sagte Vorsitzender Horst Koppenhöle.
Die beiden Geräte wurden noch bis in die 50er-Jahre hinein benutzt, um frisch aufgelaufene Rübensaat vor dem Hacken per Hand zu walzen. Dadurch hat die Saat eine bessere Bodenhaftung erhalten. Horst Koppenhöle: „Diese Walzen wurden in unserer Region von den Landwirten verschrottet, weil sie nicht mehr gebraucht wurden.“ Durch die Suchanzeige hatte sich Carsten Hildebrand aus Berge (Neu Eichenberg) gemeldet und dem Verein die alten Walzen gespendet.
Die Restaurierung mit Sandstrahlarbeiten, dem Verzinken und dem Aufbringen einer wetterfesten Kunststoffbeschichtung hat 800 Euro gekostet. Davon hat die Sparkasse 350 Euro übernommen, den Rest zahlte der Arbeitskreis Freilichtmuseum aus eigenen Mitteln. Horst Köppenhöle bedankte sich beim Regionaldirektor Michael Tilch für das Engagement der Sparkasse Goslar/Harz. „Ich finde es toll, dass es in dieser industriell geprägten Stadt Menschen gibt, die sich auch für ihre Vergangenheit einsetzen und die Erinnerung an die Landwirtschaft, zumal im Gitter am Leben halten“, erklärte Tilch. pa

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