Westerlinde macht mobil gegen die geplante Starkstromtrasse
Die geplante Starkstromtrasse Wahle-Mecklar sorgt weiter für Unruhe. Sie soll laut Planungsverlauf die Ortschaft Westerlinde von drei Seiten umspannen. Die Bevölkerung hat am Freitag am Rande der Lichtenberge demonstriert, dort wo die Trasse ihren Weg nehmen soll.

Unter dem Motto "Keine Umspannung von Westerlinde" demonstrieren über 100 Trassen-Gegner am Waldrand der Lichtenberge gegen die geplante 380kV-Starkstromleitung Wahle-Mecklar.
Mit Hilfe eines Autokrans verdeutlichten die Gegner, wie hoch die Trassentürme werden sollen. „Der Buchenwald ist 30 bis 40 Meter hoch. Der ausgefahrene Autokran hat eine Länge von 62,70 Metern. Die geplanten Trassen werden 70 bis 80 Meter hoch“, erklärte Henning Oppermann von der Feldmarksinteressenschaft Westerlinde. „Mit diesem Vorhaben wird die Landschaft verschandelt“, so Jens Range, Samtgemeindebürgermeister Baddeckenstedts. „Ich bin von der großen Politik schwer enttäuscht. Wir sind im Stich gelassen worden.“
Rund 100 Demonstranten machten mit Plakaten und Schildern deutlich, was sie von dem Planungsverlauf halten. „Ich will älter als 20 Jahre werden“, „Gegen Strahlenbelastung“ und „Wir wollen gesund in Westerlinde aufwachsen“ waren nur einige der Slogans. Henning Oppermann befürchtet für seinen Ort sogar das Schlimmste. „Durch Aerosole, die mit Schmutzpartikeln der Autobahn 39 aufgeladen sind, können diese Teilchen in die Lungen der Kinder und Erwachsenen gelangen. Krebs und Leukämie könnten dadurch verursacht werden.“
Die geplante Trasse ist auch das Thema am kommenden Mittwoch ab 19.30 Uhr bei einer Diskussionsrunde im Dorfgemeinschaftshaus Westerlinde. Mit dabei sind der Bundestagsabgeordnete Sigmar Gabriel, der Landtagsabgeordnete Marcus Bosse sowie Vertreter der Bürgerinitiative, der Gemeinde und des Landkreises Wolfenbüttel.

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