Stadt Salzgitter lässt alle Kinder- und Jugendeinrichtungen untersuchen
Die Stadt Salzgitter lässt alle Schulen, Kindertagesstätten und Jugendtreffs auf mögliche Schadstoffbelastungen untersuchen. Mit großer Mehrheit hat der Rat das Konzept beschlossen und auf Antrag von SPD/Grünen auf die privaten Träger erweitert.
Von einem „guten Tag für Salzgitter“ sprachen die Vertreter aller Fraktionen. Tatsächlich gelang es aber erst im dritten Anlauf, das „Schadstoff-Screening“ in den Kinder- und Jugendeinrichtungen durchzusetzen. Die frühere Ratsmehrheit hatte 2009 und 2010 die ersten beiden Anträge dazu blockiert.
Nun will der Rat alle Gebäude unter die Lupe nehmen. Kinder und Jugendliche seien in ihrer „biologischen Wachstums- und Ausreifungsphase“ durch mögliche Schadstoffbelastungen besonders gefährdet, heißt es in der Präambel.
Bei SPD, Grünen und Linken herrschte Freude über das Umdenken bei CDU und FDP sowie in der Verwaltung, die das 21-seitige Konzept gemeinsam mit dem Gesundheitsamt erstellt hat. Diskutiert wurde aber noch, ob auch die 23 Gebäude freier Träger in die Prüfung auf Umweltgifte wie Asbest, PCB oder Formaldehyd eingeschlossen werden.
Das stand für SPD und Grüne außer Frage. Kinder und Jugendlichen dürften keinen Nachteil davon haben, wenn sie in einem privaten Gebäude betreut oder unterrichtet würden, betonte Fraktionssprecher Stefan Klein. Auch wenn die Stadt die Eigentümer dazu nicht verpflichten könnte, dürfte der Druck auf diese groß sein, sich ebenfalls einer Schadstoffuntersuchung zu unterziehen. Sollte das Ergebnis dann eine Sanierung nötig machen, wäre diese aber eine Sache des jeweiligen Trägers.
Die Stadt erstellt nun eine Prioritätenliste, die sich nach Baujahr und Bauart sowie der Aufenthaltsdauer und dem Alter der Kinder und Jugendlichen richtet. Dann werden Schulen, Kitas und Jugendtreffs auf Schadstoffquellen abgesucht, gesundheitlich bewertet und stichprobenhaft gemessen. Daraus leiten sich dann mögliche Maßnahmen ab, die je nach Dringlichkeit über den Schulsanierungsplan abgearbeitet werden.
Die Stadt veranschlagt für die Jahre 2012 bis 2018 insgesamt 930.000 Euro für das Schadstoffscreening.

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