Salzgitter-Lebenstedt: Pavillon vor der Stadtpassage musste weg

Salzgitter-Lebenstedt: Pavillon vor der Stadtpassage musste weg

Die Werbegemeinschaft CityLebenstedt hat den Holzpavillon vor der Stadtpassage wieder entfernen lassen.  Der Grund: Die Linde bekam zu wenig Wasser und drohte Schaden zu nehmen. Dort soll bald aber wieder eine Sitzbank stehen.

Die Linde steht jetzt wieder ohne Pavillon vor der Stadtpassage. Der SRB stellt dort aber wieder Sitzbänke auf.

Die Idee war gut. Mitten in der Fußgängerzone sollte sich das Holzrondell wie eine kleine überdachte Bühne als wettersicherer Anlauf- und Aktionspunkt bei Veranstaltungen etablieren. Die Werbegemeinschaft nutzte den Pavillon beim Weihnachtsmarkt, die WIS für Auftritte im „Alles-Echt!“-Programm.
Doch das geht nicht mehr. Die Holzkonstruktion ist weg. „Der Baum  hat zu wenig Feuchtigkeit bekommen und gilt als kränkelnd“, sagt Jürgen Neumann, Vorstand der Werbegemeinschaft. Der Fachdienst der Stadt sei von Bürgern auf den Zustand aufmerksam gemacht worden, so Neumann. „Ein Gutachter war vor Ort.“ Demnach habe der Baum zu wenig Wasser und Luft bekommen. Er könne das nicht ganz nachvollziehen, sagt Neumann, weil trotzdem neue Triebe im Wurzelbereich entstanden seien. Um Ärger aus dem Weg zu gehen, habe die Werbegemeinschaft den Abbau erledigt. Wer die Kosten dafür trägt, ist noch nicht geklärt. „Da werden wir eine Einigung finden“, sagt Neumann, der als Eigentümer den Pavillon für die Kulturaktionen unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. Er hofft, dass an dem Baum nun wieder die Sitzbänke aufgestellt werden.
„Die Linde hat zu wenig Wasser bekommen. Das war zu sehen“, sagt Nicole Lüdicke, City-Mangerin bei der WIS. Die Kulturaktionen ließen sich auch ohne Pavillon fortführen. „Wir haben sowieso meist Straßenmusiker und Künstler gebucht, die in der ganzen Innenstadt unterwegs sind“, sagt sie. Es sei wichtiger, den Baum zu erhalten.
Allerdings soll die Linde dort nicht ganz nackt stehen bleiben. „Der Städtische Regiebetrieb wird nach dem Abbau der Bühne zeitnah die Bänke wieder aufstellen“, teilt SRB-Chef Dietrich Leptien auf Anfrage mit.