Kinderschutz: Stadt Salzgitter hebt Netzwerk aus der Taufe

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung hat die Stadt Salzgitter das Netzwerk „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ ins Leben gerufen. Vertreter verschiedener Institutionen waren bei der Gründungsversammlung im Lebenstedter Rathaus dabei.

Das Netzwerk ist ein Auftrag aus dem Kinderschutzgesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Kinder und Familien sollen unbeschränkten Zugriff zu den entsprechenden Hilfen haben. Projektpartner unterschiedlicher Institutionen werden im Rahmen des Netzwerkes in den präventiven und intervenierenden Bereichen des Kinderschutzes künftig enger zusammenarbeiten und die Angebote weitgehend aufeinander abstimmen.
Ziel des Netzwerkes ist eine Präventionskette herzustellen, die ermöglicht, dass Eltern und Kinder von der Schwangerschaft bis zum Berufsstart begleitet werden. „Wir hängen nicht nur ein Schild an die Rathaustür, wir handeln, und das macht Spaß“, so Christa Frenzel, Dezernentin für Soziales und Bildung. Das Netzwerk soll dazu beitragen, möglichst früh sogenannte Familienhebammen einzusetzen.  Als thematische Schwerpunkte nannte Roswitha Krum, Fachdienstleitung Kinder Jugend und Familie, die Konzeption von einem systemübergreifenden Verbund, Prinzipien nachhaltiger Netzwerke, Gespräche mit „schwierigen Eltern“ und Hilfen für junge Mütter und Eltern.
Petra Bremke-Metschner, Leiterin des Koordinierungszentrums Kinderschutz, stellte das Netzwerk Frühe Hilfen in Oldenburg als Modellprojekt zum Aufbau einer „Präventionskette Frühe Hilfen“ für Salzgitter vor. Themen waren unter anderem die Bausteine für ein Netzwerk und die Präventionskette „Rund um die Geburt“.