Geplantes Mobilitätsmuseum in Salzgitter-Salder: Stadtverwaltung geht auf die Bürger zu
In der Debatte um das geplante Mobilitätsmuseum in Salder geht die Stadt einen Schritt auf die Kritiker und Skeptiker zu. „Im Interesse einer offenen Kommunikation“ veranstaltet sie am Montag, 9. Juli, ab 19 Uhr in der Gaststätte Galahof eine erste Bürgerinformation.
Wie steht es um Niedersachsens erstes Mobilitätsmuseum, das die Stadt Salzgitter gerne mit finanzieller Hilfe von außen bauen würde? Auf diese Frage will Kulturdezenernet Ekkehrad Grunewald am 9. Juli eine Antwort geben. Als von Verwaltung und Politik favorisierter Standort gilt Salder, was bei vielen Einwohnern im Ort und auch außerhalb auf Widerstand stößt. Mittlerweile hat sich eine Initiative gegen das Projekt gegründet.
Da wirkt der Schritt in die Öffentlichkeit ein wenig wie eine Flucht nach vorne. Im Rat gibt es eine breite Mehrheit, nur die Grünen lehnen die Pläne in der geplanten Form ab. Die Fraktionen von SPD, CDU/FDP, MBS und Linke sowie Oberbürgermeister Frank Klingebiel haben sich auf eine Linie verständigt. Danach soll die Stadt mit Alstom die vollständige Übernahme der Exponate aus der Sammlung des Unternehmens vereinbaren. Die Wahl Salders als Standort beruht nach Angaben aus dem Rathaus „auf der Erkenntnis, dass die potentiellen Förderer nur eine Weiterentwicklung des Museums Schloss Salder unterstützen wollen“.
In einer Pressemitteilung verweist die Stadt dauf, dass die Verwaltung zunächst konkrete Zusagen von Fördermittelgebern einwerben muss. Mindestens 95 Prozent der Investitionssumme lautet die Vorgabe. Das Grundstück ist laut Beschlussvorlage „unter Berücksichtigung der Umweltaspekte und der Verkehrsanbindung darzustellen und ein Bau- und Finanzierungsplan zu erstellen“. Dies alles erledigt eine „Projektgruppe mit Experten aus Bauwesen und Kultur“, die der Oberbürgermeister einberufen hat. Bis Anfang 2013 soll „eine umfassende Beschlussvorlage“ vorliegen.
Klingebiel lässt „unmissverständlich“ mitteilen, ohne entsprechende Förderung durch das Land und Stiftungen wird das Mobilitätsmuseum nicht gebaut. „Angesichts unserer Haushaltssituation werden wir dieses Projekt alleine nicht stemmen können.“
r, rwe


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