Ein kleiner Flitzer für den schnellen Hausbesuch in Salzgitter-Thiede
Die AOK Niedersachsen sowie die Hausärzteverbände Niedersachsen und Braunschweig bringen im Rahmen einer Mobilitätsoffensive landesweit 49 Kleinwagen für eine verbesserte ambulante Versorgung auf die Straße. Ein Fahrzeug wurde an die Hausärztin Barbara Siebold und ihre Praxismitarbeiterinnen Dorothea Ascherl und Stefanie Petrat in Salzgitter-Thiede übergeben.
In weitläufigen Regionen gibt es besondere Herausforderungen für die ärztliche Versorgung. Mobilität spielt dabei eine große Rolle, weil die Wege zwischen Patient und Hausarzt oft sehr weit sind. Bei Hausbesuchen geht viel Zeit verloren, die dann bei der Behandlung anderer Patienten fehlt. Das setzt das Konzept für das „VERAHmobil“ an, so nennen sich die Fahrzeuge. Der Name steht für: VERsorgungsAssistentin in der Hausarztpraxis. Im Hausarztvertrag eingeschriebene Mediziner bekommen für einen dieser Kleinwagen einen monatlichen Zuschuss von bis zu 100 Euro über drei Jahre.
Mit dem Mobil können speziell ausgebildete Praxishelferinnen zur Entlastung der Hausärzte zusätzliche Hausbesuche absolvieren und diese so entlasten. Sie betreuen dabei meistens ältere und chronisch kranke Menschen, die es nicht mehr in die Praxis schaffen. Das „VERAHmobil“ soll eine gute Langzeitversorgung von chronisch oder multimorbiden Patienten in Thiede sicherstellen, teilt die AOK mit.
„Mit dem VERAHmobil bieten wir sowohl den Ärzten als auch unseren Versicherten einen echten Vorteil. Gerade chronisch Kranke müssen nicht mehr so oft zum Arzt, denn die Praxisassistentin kommt zu ihnen und kümmert sich um sie. Der Hausarzt wird entlastet und hat mehr Zeit für Aufgaben, die nur ein Arzt erledigen kann. Unterm Strich steigt dadurch die Versorgungsqualität“, sagt AOK-Regionaldirektor Rainer Rinne. „Die ganzheitliche Betreuung meiner Patienten ist eine Teamarbeit. Mobilität und Flexibilität garantieren ein echtes Plus für die Versorgung“, ergänzt Barbara Siebold.

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