Burgundenstraße in Salzgitter-Bad soll im Dezember fertig sein
SZ-Bad. Mit leichter Verspätung wird der Abschnitt der Burgundenstraße zwischen der Rhein- und Helenenstraße laut städtischem Baudezernat Mitte Dezember wieder für den Verkehr freigegeben. Vor allem die ansässigen Geschäftsinhaber dürften sich aber über den Zeitverlust ärgern.
Verzögerungen hatte es durch Probleme im Baugrund bei den Arbeiten der Abwasser-Entsorgung Salzgitter (ASG) gegeben. Anfang September ruhten die Arbeiten wegen des Verdachts, dass im Baugrund auftretende Flüssigkeiten chlorierte Kohlenwasserstoffe enthielten. Das Problem war schnell gelöst, eine Umweltgefahr bestand nicht (hallo berichtete).
Bei den neu zu legenden Hausanschlüssen für das Abwasser, waren Inspektionen per Kamera in den Kanälen vorgenommen worden. In einem Fall habe sich beim Abgleich mit der Hausakte aus dem Entwässerungsantrag herausgestellt, so ASG-Geschäftsführer Rainer Dworog, dass der aufzunehmende Abzweig anders gebaut war als beantragt. Aus diesem Grund mussten die schon wieder zugeschüttete Stelle noch einmal aufgebaggert und die notwendigen Korrekturen vorgenommen werden.
Auf die Kritik von Anliegern, dass die Entwässerungsrohre zu klein seien, antwortet Dworog: „Das bestehende Mischwasserprofil Eiprofil 400/600 wurde durch ein Kreisprofil DN 600 ersetzt.“ Die Vergrößerung des Profils resultiere aus der Nachrechnung des Mischwassernetzes in Salzgitter-Bad. Durch die Maßnahme erfolgt eine notwendige Vergrößerung des möglichen Abflussvolumens in der Kanalisation. Ein wie früher häufig zu beobachtender Überstau mit riesigen Pfützen und hochgedrückten Gullydeckeln im Bereich Burgundenstraße/Martin-Luther-Straße sei nicht mehr zu erwarten, heißt es.
Jedem Anlieger der Maßnahme wurde mit Schreiben des Fachdienstes 66 eine Kostenschätzung für die von ihm zu tragenden Ausgaben zur Verfügung gestellt. „Das ist aber noch keine Rechnung“, betont Rainer Dworog. Im Durchschnitt müssten die Anlieger etwa mit 4.000 Euro für die neuen Anschlüsse rechnen. Der Betrag sei abhängig von der Länge des Anschlusses und dem Zustand der Anbindung. In Notfällen könnten, wenn gewünscht, individuelle Ratenzahlungen vereinbart werden.
Um die Kosten niedrig zu halten, habe die ASG die alte Form der Mischwasserkanalisation nicht auf die inzwischen aktuelle Form mit zwei getrennten Kanälen für Regenwasser und Abwasser umgestellt. „In Neubaugebieten wird schon seit einigen Jahren die moderne Fassung ausgeführt“, so Rainer Dworog.
Nach Abschluss der ASG-Arbeiten vor einer Woche ist nun der Straßenbau dran, der mit einer neuen Asphaltdecke endet. Sollte das Wetter weiter so mild bleiben, könnte laut Baudezernat dieser Straßenabschnitt auch früher fertig sein. pa

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