VW-Dieselgate: Landkreis Gifhorn kündigt Nachrüst-Muffeln die Zwangsstilllegung an
Gifhorn. Vom Dieselgate betroffenen Autohaltern, die Rückrufaktionen ignorieren, droht im Landkreis Gifhorn Ungemach. Die Zulassungsbehörde kündigte an, entsprechende Fahrzeuge außer Betrieb zu setzen. Absehbar seien solche Maßnahmen zurzeit aber noch nicht.
Für Fahrer des Amarok ist die Frist abgelaufen. VW habe mit diesem Pickup-Modell den Rückruf begonnen, so Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter. Spätestens jetzt müssten alle nachgerüstet sein. Während im Landkreis Harburg Fahrzeuge stillgelegt werden sollen, deren Fahrer sie nicht zur Werkstatt gebracht hatten, greift Gifhorn noch nicht ein. Denn hier habe das Kraftfahrtbundesamt noch keine Nachrüst-Muffel gemeldet, sagt Walter. „Somit kann davon ausgegangen werden, dass zum jetzigen Zeitpunkt alle im Landkreis Gifhorn zugelassenen und betroffenen VW Amarok an der Umrüstung teilgenommen haben.“ Aber: „Die Fristen für andere Modelle laufen sukzessive später aus.“
Die Halter haben Walter zufolge genug Zeit, ihre Autos nachrüsten zu lassen. Sie seien mindestens einmal vom Hersteller zur Umrüstung aufgefordert worden, etwa ein Jahr später hätte das Kraftfahrtbundesamt sie zur Umrüstung aufgefordert. „In einer zweiten Stufe teilt das Kraftfahrt-Bundesamt der jeweiligen Zulassungsbehörde mit, welche Fahrzeuge nicht umgerüstet worden sind.“
So würde der Landkreis dann weiter verfahren: Der Fahrzeughalter würde aufgefordert, innerhalb von zehn Tagen die Umrüstung vorzunehmen. Ansonsten erfolgten Betriebsuntersagung und Androhung der Außerbetriebssetzung. „Sofern der Fahrzeughalter der Aufforderung erneut binnen einer Woche nicht nachkommt, wird das Fahrzeug zwangsweise außer Betrieb gesetzt.“ Dazu werde vor Ort der Vollzugsdienst der Abteilung Verkehrswesen Fahrzeugschein und Kennzeichen entwerten.

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