Sind die Seriendiebe im Kreis Gifhorn überführt?
Hillerse/Essehof. Am frühen Dienstagmorgen konnte die Gifhorner Polizei einen Erfolg vermelden, der das Ende einer Diesbstahlserie im Landkreis Gifhorn bedeuten könnte. Drei Männer konnten festgenommen werden, als sie versuchten, in Hillerse ein Quad zu klauen. Ihnen werden weitere Dienstähle, hauptsächlich von Fahrrädern, in Hillerse, Schwülper, Vordorf sowie weiteren Orten rund um Braunschweig zur Last gelegt.

Neben einem Quad wollten die Diebe auch ein Fahrrad und eine Kettensäge mitgehen lassen. Die Besitzer haben ihre Sachen inzwischen zurück.
Eine aufmerksame Zeugin hatte in der Nacht zu Dienstag am Schierkenring in Hillerse einen silberfarbenen VW-Bus mit polnischem Kennzeichen bemerkt und die Polizei informiert. Ein Zeitungszusteller wies die eingetroffenen Beamten darauf hin, dass in der Nähe des VW-Busses ein Quad auf der Straße stehe, das üblicherweise auf einem Grundstück in der Nähe abgestellt sei.
In der Nähe des VW-Busses wiederum stellten die Beamten einen 44-jährigen Mann, der einen genauen Plan hatte, wie sich herausstellte: Er hatte für eben dieses Quad einen gefälschten Kaufvertrag vorbereitet, den er offenbar bei einer eventuellen Kontrolle vorzeigen wollte.
Im Zuge der Fahndung wurden auch ein Fahrrad und eine hochwertige Kettensäge in Verwahrung genommen. Beide Besitzer haben sich in der Zwischenzeit gemeldet.
Kurze Zeit später flüchteten zwei weitere Personen in einem schwarzen Audi A 3 mit polnischem Kennzeichen, den die Polizei bereits im Blick hatte, da er in Zusammenhang mit weiteren Diebstählen aufgefallen war. Beamte der Autobahnpolizei fanden ihn in Essehof bei Braunschweig und nahm die beiden 23-Jährigen fest. Alle drei sind bei der Kripo keine Unbekannten: Sie sind wiederholt wegen Diebstahlsdelikten – Spezialität: Fahrräder aus Schuppen – in Erscheinung getreten. Auch in diesem Fall hat die Polizei Beweismittel gefunden, die darauf hinweisen, dass die Festgenommenen auch mit den in den vergangenen Wochen massiv angestiegenen Fahrraddiebstählen in Verbindung stehen.
Alle vier Männer sind zurzeit in Untersuchungshaft. Der vierte, der zwischenzeitlich auf freien Fuß gesetzt worden war, wurde von seinen Komplizen genug belastet, um den Haftbefehl zu erneuern.
Unabhängig davon, wie viele Eigentumsdelikte aus den vergangenen Wochen dem Quartett noch nachgewiesen werden können, macht Polizeisprecher Thomas Reuter den Bestohlenen wenig Hoffnung, ihr Eigentum wieder zu sehen: „Die Sachen sind bestimmt schon im Ausland vermarktet.“

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