Gifhorn: Neue Allianz für Verkehrssicherheit fährt teils schwere Geschütze auf
Gifhorn. Auf spannende und anschauliche Weise ernste Inhalte vermitteln: Dieses gemeinsame Ziel hatten Landkreis, Polizei und Verkehrswacht beim Verkehrssicherheitstag am vergangenen Dienstag an den Berufsbildenden Schulen II.
Der Verkehrssicherheitstag soll die Einsicht junger Menschen wecken, vernünftig und umsichtig zu fahren, damit es nicht zu Unfällen kommt und der Fahrspaß erhalten bleibt. „Wir tun alles Erdenkliche, um die Anzahl der Unfälle zu reduzieren“, erklärte Landrat Dr. Andreas Ebel bei der Eröffnung.
Damit die Fahranfänger und jungen Fahrer ihr eigenes Fahrverhalten überdenken, fuhr die neu gegründete Verkehrssicherheitsallianz zum Teil schwere Geschütze auf – unter anderem ein völlig zerstörtes Autowrack nach einem Baumunfall. Hans-Heinrich Kubsch, Verkehrsexperte der Polizei, fragte angesichts dessen eine Schülergruppe nach der anderen, wie wohl Unfälle entstünden: „Weil man abgelenkt ist? Durchs Handy vielleicht?“ Mit der „Rauschbrille“ konnten die Jugendlichen nüchtern den „schrägen“ Blick eines Betrunkenen oder Berauschten nachempfinden. Im Rettungssimulator – kurz „Resi“ – durften sie erfahren, wie es ist, sich aus einem auf dem Dach liegenden Unfallwagen befreien zu müssen, und im Gurtschlitten spürten sie die Wucht eines Auffahrunfalls.
Zum Thema Motorrad und Schutzkleidung gab es einen Schleiftest, bei dem eine Person von einem Motorrad liegend über den Schulhof gezogen wurde – hinterher waren Pullover und Hose kaputt. BBS-Schüler und Motorradfahrer Lukas Lauer (18) fand den Verkehrssicherheitstag gar nicht verkehrt, aber eben den Schleiftest „relativ unrealistisch. In der Wirklichkeit fährt man ja viel schneller.“
Ein Grund mehr für die Allianz, weiterhin Aktionen für mehr Sicherheit im Verkehr durchzuführen. Mit dem Verkehrssicherheitstag, einem „Baustein“ von vielen, werde man von Schule zu Schule tingeln, so Landrat Ebel.

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