Endlich: Grundstück für Bau eines Hospizhauses in Gifhorn gefunden
Gifhorn. Eine Odyssee hat ein glückliches Ende gefunden: Die Hospiz Stiftung für den Landkreis Gifhorn hat ein geeignetes Grundstück gefunden und gekauft, auf dem vermutlich schon 2019 mit dem Bau des 3,5 Millionen Euro teuren Hospiz-Hauses begonnen wird. Vorstand und Kuratorium erläuterten am Mittwoch Details des Projekts.
Nach einigen vergeblichen Versuchen ein Grundstück zu finden – Stiftungsvorstand Alexander Michel erinnerte an Planungen am Steinweg und an der Lüneburger Straße – habe man mit der Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) einen „partnerschaftlichen und gemeinnützigen Verkäufer“ gefunden. Inzwischen sei der Kaufvertrag für ein 3200 Quadratmeter großes Areal geschlossen worden. Das Grundstück befinde sich in der Lindenstraße hinter der ehemaligen Villa Wiggers (siehe kleines Foto), die die Genossenschaft 2016 modernisiert hat und in der Gifhorns Notfunkdienst Tagespflege anbietet.
Die Fragen der Bebaubarkeit des Areals – es liegt direkt an der Aller und reicht bis zum AOK-Grundstück – seien mit der Stadt bereits erörtert worden. Die Pläne würden nun weiter konkretisiert, so Michel. Für den Bau des Hospizhauses mit acht Gästebetten – eine Erweiterung auf zehn Plätze ist möglich – habe die Oldenburger Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer den Planungsauftrag erhalten. „Sie hat die Stiftung bereits bei den zurückliegenden Vorplanungen begleitet und ist erfahren in der Planung und Errichtung von Hospizgebäuden“, ergänzte Vorstand und Palliativmediziner Jörg Dreyer.
Erste Ergebnisse werde die Stiftung im September der Öffentlichkeit präsentieren. Stolz ist Dreyer darauf, dass im Gifhorner Hospiz täglich eine ärztliche Betreuung angeboten werde: „Das ist einmalig in Niedersachsen.“
Kreisrat Rolf Amelsberg, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums, zeigte sich zufrieden darüber, dass eine gemeinnützige Betreibergesellschaft gefunden worden sei. Sie werde von Dr. Wiegand von Laffert und Bettina Tews-Harms geführt. Der Neubau soll zentrale Anlaufstelle für alle Fragen der ambulanten und stationären palliativen und hospizlichen Versorgung werden.

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