Christlich-muslimische Kita in Gifhorn: Die Planungen laufen
Gifhorn. In Gifhorn soll eine christlich-muslimische Kindertagesstätte entstehen. Das haben die katholische Pfarrei St. Altfrid, die Dachstiftung Diakonie Kästorf und der türkisch-islamische Kulturverein abgemacht. Sie begeben sich jetzt auf Standortsuche für den Abrahams-Kindergarten.
Die Einrichtung soll für alle Gifhorner Kinder offen sein, egal welcher Gemeinde oder Moschee sie angehören, so Martin Wrasmann von St. Altfrid, der das Projekt gemeinsam mit Yurtsever Rayman von der Moscheegemeinde und Hans-Peter Daub, dem theologischen Vorstand der Dachstiftung Diakonie Kästorf, auf die Beine stellt. Geplant seien zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Grundlegende Fragen seien bereits geklärt: In der Kita wird deutsch gesprochen, die Küche werde an den Maßstäben der religiösen Vorgaben orientiert sein.
„Wir freuen uns sehr, dass wir diese Einrichtung gemeinsam betreiben und gestalten werden“, so Rayman. Es sei wohl das erste Mal in Deutschland, dass Christen und Muslime eine gemeinsame Kita planten. „Schon im Kleinkindesalter Wege gemeinsam zu gehen, ist beste Voraussetzung für gesellschaftliche Integrationsprozesse“, so Daub.
Den Anstoß zu dieser Zusammenarbeit gab der erste Gifhorner Religionsgipfel im Januar vorigen Jahres, sagt Wrasmann. Die Partner vereinbarten, enger zusammen zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. „Nach mehreren annähernden Gesprächen wuchs die Idee, einen gemeinsamen Kindergarten zu gründen als deutliches Zeichen für Integration und gemeinsame Gestaltung von Lebenszusammenhängen.“
Nach verschiedenen Arbeitsrunden nun das erste Ergebnis: Der Kooperationsvertrag wurde unterzeichnet. Nun gehen die Partner den zweiten Schritt an: das passende Gebäude suchen und finden. Wrasmann: „Und dann soll es auch schon losgehen.“

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