Kampf gegen Geisterradler: Aktion in Gifhorn gestartet
Gifhorn. Mit ihrem Fehlverhalten gefährden sie vor allem sich selbst: Eine besondere Aufklärung soll Radfahrer in Gifhorn dafür sensibilisieren, auf der richtigen Straßenseite zu fahren. Seit Anfang der Woche läuft die Aktion von Polizei, ADFC und Stadt Gifhorn an zwei Unfallschwerpunkten.
ADFC-Vorsitzender Wolfgang Harder und sein Stellvertreter Ulrich Kunz erreichen nicht jeden Radfahrer. Erfolgreich widersetzt sich ein sportlicher Radler einer Aufklärung darüber, dass er auf der falschen Seite auf dem Gehweg der Allerstraße radelt. Flugs biegt er in die Maschstraße ein und ist entschwunden. Von Amts wegen hat Winfried Enderle kurz danach mehr Erfolg. Die Polizeiuniform macht mehr Eindruck als Signalwesten vom ADFC.
Autofahrer, die aus der Maschstraße in die Allerstraße einbiegen, guckten nach links, ob Autos kommen, und nicht nach rechts, ob ordnungswidrig auf der falschen Gehwegseite fahrende Radler kommen: „Wenn man es den Radlern darlegt, warum das Fahren auf der falschen Seite so gefährlich ist, erntet man Verständnis“, sagt Enderle.
„Ob es aber auch zu einer Verhaltensänderung führt, vermag ich nicht zu sagen.“
Zusammen mit Oliver Bley und Bürgermeister Matthias Nerlich von der Stadtverwaltung haben Enderle, Harder und Kunz die Markierungen „Geisterradler bitte wenden“ mit Kreidefarbe auf die Gehwege aufgebracht – an der Ecke Allerstraße/Maschstraße und an der unübersichtlichen und damit gefährlichen Kreuzung Calberlaher Damm/Bergstraße/Lehmweg.
Im persönlichen Gespräch gab Enderle noch Zahlen und Fakten mit auf den Weg: Von 2013 bis 2015 wurden 35 Geisterradler bei Unfällen im Kreis Gifhorn verletzt.

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