Aktion "Saubere Hände" im Klinikum: Mitarbeiter sollen wachsam sein
Richtiges Hände waschen will gelernt sein. Nirgendwo ist deren Reinigung so lebenswichtig wie im Krankenhaus. Mit der „Aktion saubere Hände“ will das Klinikum seine Mitarbeiter immer wieder daran erinnern, wie bedeutend die Hygiene an ihrem Arbeitsplatz ist.

Unter der Schwarzlichtleuchte im Klinikum testet Krankenschwester Ulrike Hackbarth, ob sie ihre Hände ausreichend desinfiziert hat. Mit dabei stehen Hygiene-Fachberater Thomas Aellen, Kollegin Yeliz Balta, Qualitätsmanagerin Ilka Joop, Pflegedienstleiterin Anke Trey und Kinderarzt Marcus Franzke. Foto: rwe
Die Hand mit den fünf bunten Fingern ist nicht zu übersehen. Plakate und Informationen sollen dazu beitragen, die Patientensicherheit zu erhöhen. Das Klinikum hat sich schon vor vier Jahren dazu einer Kampagne der Weltgesundheitsorganisation angeschlossen, die sich seit 2005 auf diese Weise eine verbesserte Händehygiene zum Ziel gesetzt hat. Dies gilt als sehr effektive Maßnahme, um die Zahl der Krankenhausinfektionen zu reduzieren.
Die Mitarbeiter kennen die Regeln, sollen aber immer wieder für den besonderen Schutz sensibilisiert werden. Schmuck und Uhren sind tabu, bei jedem Patientenkontakt müssen sich Pfleger und Ärzte die Hände nicht nur waschen, sondern vor allem desinfizieren.
Vor jedem Zimmer hängt deshalb ein Spender mit dem alkoholhaltigen „Sterilium“, das zum Schutz der Haut zugleich Pflegestoffe enthält. Je nach Arbeitsanfall drücken die Mitarbeiter zwischen 30 und bis zu 80 Mal täglich auf den Hebel, sollen sich die Hände dabei immer ausreichend benetzen. Bis alles verdunstet ist, müssen sie die Flüssigkeit 30 Sekunden gründlich einreiben, um auch zwischen den Fingern und in jedem Nagelbett die Flora an Bakterien und Viren zu killen.
„Wir haben den Verbrauch an Desinfektionsmitteln im vergangenen Jahr von 31 auf 40 Milliliter pro Pflegetag gesteigert“, freut sich Oberarzt Marcus Franzke, zugleich Hygienebeauftragter auf der Frühchenstation. In diesem Fall sei eine Erhöhung bei den Materialausgaben durchaus gewünscht. rwe

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