Wolfsburg: Straftaten bei Demo-Touristen
Wolfsburg. Die Polizei hat eine mehr als positive Bilanz ihres Einsatzes am vorvergangenen Samstag bei der Neonazi-Demo gezogen und auch die (friedliche) Gegenseite gelobt: Für Stress und Straftaten hätten nur angereiste Demo-Touristen der linken Szene gesorgt. Wie sich herausstellte, resultierten die Verletzungen von fünf eingesetzten Polizisten nicht aus Steinwürfen linker Chaoten, sondern aus einem Unfall mit eigenem Reizgas.
Vorläufige Bilanz der Polizei: Die 3000 Beamten schrieben vermutlich über 100 Strafanzeigen, vornehmlich wegen Landfriedensbruchs und Widerstands. Bisher tauchte in den Anzeigen nicht ein einziger Wolfsburger auf, Polizeichef Hans-Ulrich Podehl: „Ihnen danke für den friedlichen und kreativen Protest.“ Podehl hatte den größten Polizeieinsatz in der Geschichte der Stadt geleitet, sein Fazit: „Durch die konsequente Umsetzung unseres Sicherheitskonzepts kam es zu keinen erheblichen Störungen.“ Abgesehen vom Verkehr – der brach zeitweilig zusammen.
Noch ungeklärt ist die Bezahlung der im Vorfeld abgeschleppten 60 Autos vom VW-Parkplatz, die den Bühnenbereich blockierten. Entfernt wurden auch 200 Räder entlang der Marschroute der Neonazis. Wer sein Fahrrad vermisst, findet es vermutlich in der Halle neben der Feuerwehr in der Dieselstraße.

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