Geld stinkt nicht: Die Stadt übernimmt Abwasser-Gebühr
Gifhorn. Die Stadt Gifhorn hat eine Zusammenarbeit mit dem Energieversorger LSW zur Schmutzwasserentsorgung aufgekündigt. Bisher hatte die LSW im Auftrag der Stadt diese Gebühren gemeinsam mit denen für Strom und Frischwasser erhoben. Nun will die Stadt dieses Geld selbst kassieren.

Pecunia nun olet – Geld stinkt nicht. Mit diesen Worten erhob der römische Kaiser Vespasian eine Latrinensteuer, um das Staatssäckel aufzubessern. Das Prinzip ist seither dasselbe geblieben. Photowerk
Seit Anfang 2004 regelte eine Vereinbarung zwischen dem Abwasser- und Straßenreinigungsbetrieb der Stadt Gifhorn (ASG) und dem Gifhorner Wasserwerk die Zusammenarbeit mit der LSW – damit ist Schluss.
Gifhorns Bürgern flattert darum demnächst eine von dem ASG erstellte separate Schmutzwasser-Abrechnung ins Haus. „Ziel ist es, durch einen direkten Kundenkontakt mehr Bürgernähe zu praktizieren“, begründet der ASG den Schritt. Ein Infoschreiben mit Daten der neuen Kundenkonten soll Anfang des Jahres allen Haushalten zugehen. Für 2012 werden Gifhorns Bürger noch wie gewohnt eine Abrechnung von der LSW erhalten.
Bei den Vorauszahlungsbescheiden mit der Festsetzung der Abschläge für 2013 ist dann jedoch bereits der ASG am Drücker. In einer öffentlichen Sitzung befasst sich die Politik erst Mitte Januar nach bereits erfolgter Kooperationskündigung mit der Schmutzwassergebühren-Erhebung. Zwischen LSW und Stadt herrscht dicke Luft. Grund: Die bisher gescheiterte Gründung eigener Gifhorner Stadtwerke.

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