Salzgitters Metaller ärgern sich über die Arbeitgeber
SZ-Watenstedt. Zum Auftakt der Warnstreiks in der niedersächsischen Stahlindustrie haben 3000 Beschäftigte der Salzgitter AG die Arbeit niedergelegt. An der Kundgebung vor dem Werkstor haben Mitarbeiter der Salzgitter Flachstahl, Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter, Mannesmann Großrohr, Ilsenburger Grobblech, Salzgitter Mannesmann Forschung, Salzgitter Europlatine, Salzgitter Bauelement, GESIS, Salzgitter AG Holding und der Salzgitter Business Services teilgenommen.
Der Ärger über die Arbeitgeber in der Branche ist groß. Angesichts der besseren Jahre in der Stahlindustrie erwarten die Beschäftigten eine deutliche Verbesserung ihrer Bedingungen. Nach Informationen der IG Metall wurde auch in der dritten Tarifverhandlung der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie kein Angebot vorlegt. Hasan Cakir, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter AG, bezeichnete die Haltung als große Unverschämtheit. „Die Arbeitgeber müssen nicht so tun, als wäre unsere Tarifforderung nicht klar und verständlich. „Fie Beschäftigten lassen sich nicht für dumm verkaufen und haben keine Lust auf solche Spielchen.“
Der IG Metall Verhandlungsführer Knut Giesler betonte: „Beim Thema Arbeitszeit haben einige Arbeitgeber die Zeichen der Zeit nicht erkannt.“ Die IG Metall fordert für die 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sechs Prozent sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung. Eine Urlaubsvergütung von 1.800 Euro soll eine Wahloption für zusätzliche freie Zeit erhalten. Die nächste Verhandlung findet am 18. Februar 2019 statt.

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