Avacon-Mannschaft geht in Salzgitter auf die Straße
SZ-Lebenstedt. Die Tarifverhandlungen in der Metallindustrie und bei VW sind abgeschlossen, doch im öffentlichen Dienst läuft die Auseinandersetzung noch. Auch in Salzgitter gingen die Beschäftigten auf die Straße und schlossen sich einem Warnstreik an. 500 Mitarbeiter der Avacon und des Kundenservices haben am Dienstag nach Angaben der Gewerkschaft ver.di „ein starkes Signal“ an die Konzernführung nach Essen gesendet.
„2,1 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten sind kein Angebot, sondern eine Unverschämtheit“, so Gewerkschaftssekretärin Melina Wulf bei der Kundgebung. „Unserer Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht, am Unternehmenserfolg wieder angemessen beteiligt zu werden. Nach Jahren der moderaten Lohnabschlüsse lassen wir uns nicht mit Angeboten abspeisen, die noch unterhalb der Inflationsraten liegen.“
Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent, 175 Euro für die Auszubildenden sowie eine Regelung zur unbefristeten Übernahme. „Unseren Auszubildenden gehört die Zukunft, ihre feste Übernahme liegt auch im Interesse des Unternehmens. Leider scheinen das in Essen noch nicht alle verstanden zu haben“, so Melina Wulf.
Detlef Ahting, ver.di Landesleiter, bestätigte ihre Worte: „Ihr braucht einen Ausgleich für die Inflation, eine angemessene Berücksichtigung der Produktivität und ihr fordert zu Recht einen Anteil an der Entwicklung des Unternehmens! Eure Forderung nach sechs Prozent passt angesichts der wirtschaftlichen Rahmendaten absolut in die Zeit.“ Zeitgleich fanden in Hamburg und gestern in Bayern ganztägige Warnstreiks statt. Die nächste Verhandlungsrunde steht am 27. Februar in Hannover an.

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