„Helfen, ohne zu bevormunden“: Diakonie sucht ehrenamtliche Paten für unbegleitete, junge Flüchtlinge
Gifhorn. Beim Sprung ins kalte Wasser des Lebens in einem fremden Land helfen: Die Gifhorner Dachstiftung Diakonie sucht Ehrenamtliche, die sich als Paten um unbegleitete junge Flüchtlinge kümmern, die bald volljährig werden und somit ohne institutionellen Beistand auf eigenen Beinen stehen müssen.
Ihre Schützlinge hat Regine Bergmann-Schilling 2015 als Deutsch-Lehrerin kennen gelernt. Im November jenen Jahres begann sie damit, Mohammad Rihan (19) und seinem Cousin Amar (16) aus Syrien sowie Youssef Osman (19) aus dem Tschad mehr zu geben als nur Vokabeln. „Wir haben Bewerbungen zusammen geschrieben.“ Und Besuche bei Behörden erledigt. Dabei wolle sie keinesfalls wie eine „Helikopter-Mutter“ über ihren Schützlingen schweben, betont Bergmann-Schilling. Es gehe eher darum zu helfen, „ohne zu bevormunden“.
25 unbegleitete Flüchtlinge, die volljährig werden, betreut die Diakonie derzeit, sagen Eckart Schulte und Nancy Happ vom Freiwilligen-Zentrum im Mehrgenerationenhaus, das in einem Pilotprojekt in Kooperation mit dem Bundesfamilienministerium eine Plattform für alle Flüchtlingspaten aufbauen will.
Einen Infoabend dazu gibt es am Mittwoch, 10. Mai, von 18 bis 20 Uhr, im Mehrgenerationenhaus Omnibus am Steinweg 20 (Georgshof). Anmeldungen dafür werden telefonisch unter 05371-6195120 angenommen, oder auch per E-Mail an mgh-georgshof@kaestorf-jugendhilfe.de

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