Polizei Gifhorn verzeichnet deutliche Zunahme an Wildkollisionen und Alkoholfahrten
Landkreis Gifhorn. Autofahren im Landkreis Gifhorn bleibt gefährlich: 3736 Unfälle ereigneten sich von Januar bis Ende Oktober auf den Straßen des Kreisgebietes. „Eine Zunahme von drei Prozent zum Vorjahr und 5,2 Prozent zum Drei-Jahresschnitt“, sagt Andreas Alischer von der Analysestelle der Polizei. Acht Unfälle endeten tödlich (Vorjahr neun). Besorgniserregend: Es gab bis jetzt schon deutlich mehr Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten.
Insbesondere die Wildunfälle bereiten den Ordnungshütern Sorgen. „Deren Anzahl ist von 956 auf 1094 gestiegen – ein Plus von 14,4 Prozent“, rechnet Alischer nach. Thomas Reuter, Sprecher der Polizei und der Kreisjägerschaft Gifhorn, sieht eine Ursache im Klimawandel: „Ein milder Winter und ein gutes Nahrungsangebot haben die Wildpopulation – trotz intensiver Bejagung – wachsen lassen.“
61 Mal führte in den zurückliegenden zehn Monaten Alkohol am Steuer zu Unfällen (Vorjahr 59, Drei-Jahresschnitt 63). Ein Plus von 13,4 Prozent verzeichnet Gifhorns Polizei bei den folgenlosen Alkoholfahrten: 152 betrunkene Fahrer wurden aus dem Verkehr gezogen (Vorjahr 134). Rückläufig hingegen die Anzahl der festgestellten Drogenfahrten: sie gingen von 57 auf 39 zurück (minus 31,6 Prozent).
„86 statt 72 Verkehrsunfälle mit schwerverletzten Personen entspricht einer Zunahme von 19,4 Prozent“, so Alischer. Gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent gesunken seien Unfälle mit leichtverletzten Personen. Ebenfalls erfreulich: von Januar bis Oktober gab‘s nur noch 18 statt 22 Baumunfälle – mit gleichzeitigem Rückgang von dabei schwer- und tödlich Verletzten (minus 31 Prozent). Leicht erhöht hat sich die Zahl der Unfallfluchten (plus 4,7 Prozent).
Raserei hatte erneut schlimme Folgen: Sie war 20 Mal Ursache für Verkehrsunfälle mit tödlichen und schwerverletzten Personen.

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