Neues Angebot des Gifhorner Kinderschutzbundes zur Integration junger Flüchtlinge
Gifhorn. Mit einem neuen Angebot will jetzt der Kinderschutzbund in Gifhorn die Integration jugendlicher Flüchtlinge vorantreiben. Die sollen einmal pro Woche mit einheimischen Jugendlichen an der Flutmulde ihre Freizeit gestalten und so den Alltag in Deutschland und neue Freunde kennen lernen. Vergangenen Mittwoch war Premiere.
Mehr als ein Dutzend Jugendliche – zunächst ausschließlich Flüchtlinge – waren dabei. Unter ihnen auch Jugendliche, die ohne Familie in Deutschland sind. Sie sollten erst einmal reinschnuppern und das Kinderschutzbund-Team kennen lernen, sagte Organisatorin Tessa Reinert. Ziel sei die Bildung einer festen Gruppe im neuen Jugendhaus an der Flutmulde, in der Flüchtlinge und Einheimische den Nachmittag einmal pro Woche gemeinsam verbringen. „Heute werden wir zusammen Pizza backen, am Kicker und an der Playstation spielen“, sagte Reinert. Ganz nebenbei sollen die Neuankömmlinge so Sitten, Werte und Normen vermittelt bekommen und integriert werden.
Ein wichtiges Angebot mit vielen Freizeitmöglichkeiten, findet Mohammed Fakoush. Der 20-Jährige aus Syrien ist seit Mai 2014 in Deutschland und begleitete als Dolmetscher Waldemar Sternol vom Jugendmigrationsdienst der Caritas zu dem Termin beim Kinderschutzbund. „Eine sehr gute Gelegenheit, Kontakte zu Deutschen zu knüpfen“, sagt Fakoush. Flüchtlinge wollten sich integrieren. „Denen fällt einfach die Decke auf den Kopf“, sagte auch Sternol. „Sie suchen nach solchen Möglichkeiten. Sie müssen Kontakte knüpfen, und gerade so ein Angebot ist eine super Gelegenheit dazu.“
Die Aktion findet nun jeden Mittwoch ab 16.30 Uhr im Jugendhaus an der Winkeler Straße statt.

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