Isegrim an der Kreisgrenze in Fotofalle getappt
Landkreis Gifhorn. Noch ist unklar, ob sich im Kreis Gifhorn ein Wolfsrudel etabliert und die Südheide als Revier vereinnahmt hat. Sicher ist hingegen eine weitere Wolfs-Sichtung, diesmal nahe der Kreisgrenze bei Breitenhees.
Dort ist Isegrim jetzt in eine Fotofalle getappt. Gifhorns Wolfsbeauftragter Carlo Laser ist überzeugt, dass das Tier auch auf Gifhorner Territorium unterwegs ist.
In den vergangenen drei Wochen hat Laser fünf bis sechs Hinweise aus dem Nordkreis bekommen. „Wir gehen nicht jedem nach, nur wenn es konkreter wird.“ Doch bislang entpuppten sich die Fährten und Kot-haufen als solche von Hunden. Doch der Schnappschuss aus einer privaten Fotofalle, den er über das Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft erhalten habe, sei jetzt ein eindeutiger Beweis.
„Das ist eindeutig ein Wolf“, sagt Laser. Seine Vermutung: Ein Tier aus dem Rheinmetall-Rudel im nahe gelegenen Unterlüß. Es sei wahrscheinlich, dass er oder weitere Tiere aus diesem Rudel auch im Kreis Gifhorn unterwegs seien, so Laser, der es nur für eine Frage der Zeit hält, bis der Nordkreis ein festes Wolfsrevier wird. „Im Nordkreis ist zurzeit Bewegung.“ Weite Wälder, dünne Besiedlung: „Der Nordkreis ist stärker für Wölfe geeignet.“
Dennoch könne er nicht ausschließen, dass auch im Süden Isegrims auf Wanderschaft sind – vor einem Jahr wollten Passantinnen Wölfe bei Ribbesbüttel und Meine gesichtet haben (hallo berichtete). „Es ist nicht auszuschließen, aber es fehlen noch Beweise.“

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