Sensationsfund in Gifhorn: Stadt ist länger besiedelt als bisher angenommen
Gifhorn. Offenbar ist das Gifhorner Stadtgebiet deutlich länger besiedelt als bislang angenommen: Auf der Baustelle an der Lüneburger Straße, wo bereits der eiszeitliche Findling geborgen und eine mittelalterliche Wasserleitung entdeckt wurde (hallo berichtete), schreibt weiter Stadtgeschichte: Auf der Suche nach der Heller-Quelle wurde nun ein überraschend alter Baumbrunnen gefunden.

Heinz Gabriel (links), hier beim Freilegen der mittelalterlichen Wasserleitung, die von der Heller-Quelle gespeist wurde, gab am Mittwoch die spektakulären Ergebnisse aus Berlin bekannt.
Den zerteilten Baumstamm, der wie eine Tonne in den Boden eingelassen war, datierte das Archäologische Institut in Berlin untersucht und auf das Jahr 896 datiert. Das beweist: Schon rund 300 Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung Gifhorns hat es eine Besiedlung außerhalb des heutigen Stadtkerns gegeben.
„Der Baumbrunnen ist für die Geschichte Gifhorns etwas ganz Besonderes“, freute sich Heinz Gabriel, Beauftragter für die archäologische Denkmalpflege beim Treffen der Heimatforscher am Mittwoch. Das Institut in Berlin habe bereits gefragt, ob die das „unscheinbare Stück Holz“ behalten dürfe.

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