Investor kauft alle 2000 Berlinovo-Wohnungen in Wolfsburg auf
Wolfsburg. Hoffnung für die frustrierten Berlinovo-Mieter: Der Berliner Investor Westgrund hat sämtliche 2000 Wolfsburger Berlinovo-Wohnungen aufgekauft – und verspricht Millionen für die Sanierung. Aber: Noch könnte die Stadt ihre Vorkaufsrechte ziehen.

Westhagen: Der blaue Häuserblock und das Einkaufszentrum Westhagen sowie die Häuser Don Camillo und Peppone in Detmerode gehören jetzt dem Immobilien-Unternehmen Westgrund. Foto: Hensel
Die Berlinovo hatte ihren Bestand in Wolfsburg (2000 Wohnungen in Vorsfelde, Detmerode und Westhagen sowie das Westhagener Einkaufszentrum) über Jahre verkommen lassen, bei den Mietern wuchs der Frust (Rundblick berichtete).
Nun hat der Berliner Investor Westgrund das komplette Paket gekauft, und Finanzvorstand Sascha Giest verspricht: „Wir wollen sanieren und investieren, wir sehen Wolfsburg als sehr guten Standort.“ Leerstände insbesondere in den Detmeroder Hochhäusern Don Camillo und Peppone von 20 Prozent seien „technisch bedingt und darum beseitigbar“ – am Markt liege es in Wolfsburg nicht. Für beide Objekte sollen bereits 2015 „mehrere Millionen Euro“ in die Hand genommen werden. Auch in Westhagen wolle man investieren, weil man vom Standort Wolfsburg überzeugt sei: „Unser Ziel ist kein Weiterverkauf der Wohnungen, sondern eher noch ein Zukauf.“
Aber: Noch könnte die Stadt für rund die Hälfte der Wohnungen ein Vorkaufsrecht ziehen, wie es einige Politiker fordern. Darüber sei noch nicht entschieden, so die Pressestelle im Rathaus: Noch werde geprüft, „ob die Bekundungen von Westgrund nachhaltig hinterlegt sind“.
Giest hätte wenig Verständnis, wenn die Stadt Vorkaufsrechte ziehen sollte: „Wir haben genau die Sanierungen vor, die auch die Stadt will – und mit Steuergeldern durchführen müsste.“

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