Gifhorn: „Unfall-denk-mal“ soll Baum-Crashs vermindern

Gifhorn: „Unfall-denk-mal“ soll Baum-Crashs vermindern

Kreis Gifhorn. Die hohe Zahl der Baumunfälle ist seit langem eine der größten „Baustellen“ der Gifhorner Polizei. Nun wählt sie einen ungewöhnlichen Weg, um die Zahl der Baumunfälle zu senken. Mit einem Auto, das bei einem schrecklichen Crash völlig zerstört worden ist, geht Verkehrssicherheitsberater Hans-Heinrich Kubsch ab heute auf Tour. Insbesondere junge Fahrer will er wachrütteln.

Da will keiner drinsitzen: Das völlig demolierte Fahrzeug soll besonders junge Fahrer zur Vorsicht mahnen.Photowerk

Neben dem Unfall-Auto befindet sich auf dem Hänger, mit dem Kubsch ab heute an verschiedenen Orten im Kreis unterwegs ist, auch ein weißer Sarg. Er trägt die Aufschrift „Fahr nicht so wie ich“.
„Das Projekt ist eine Premiere“, erklärt der Hauptkommissar. Die Polizei wolle mit diesem „Unfall-denk-mal“ in besonderer Art und Weise auf die Gefährlichkeit und die schweren Folgen von Baumunfällen hinweisen.
„Mit dem Exponat wollen wir Autofahrer an ihre Verantwortung für das eigene Leben und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer erinnern“, erläutert Kubsch.

Die bisherige Unfallstatistik 2013 unterstreiche die Notwendigkeit der Aktion. „In diesem Jahr verloren bereits fünf Menschen bei Baumunfällen ihr Leben, neun weitere Pkw-Insassen wurden schwer verletzt“, weiß der Verkehrssicherheitsexperte. 2012 seien bei Baumunfällen sogar zehn Menschen getötet worden, 36 erlitten schwere Verletzungen.
„Wir wollen diese alarmierenden Zahlen deutlich verringern – Ziel ist es, die Zahl der Getöteten auf Null zu senken“, sagt Kubsch.