Droht das Aus? Wolfsburgs Oberbürgermeister sagt der Tafel Unterstützung zu
Wolfsburg. Der Wolfsburger Tafel droht das Aus. Bis Juni reiche laut Verein das Geld noch. Gebe es dann keine weitere finanzielle Hilfe, gehen bei dem Verein, der bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt, die Lichter aus. „Das darf nicht passieren“, sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs.
„Wir brauchen Einrichtungen wie die Tafel“, so Mohrs. Notfalls müsse Geld im Haushalt dafür bereit gestellt werden. 40.000 Euro benötigt die Tafel im Jahr, um feste Kosten wie Miete und Strom zu bezahlen. „Die Hälfte haben wir“, sagt Vorsitzende Elke Zitzke. Bis März bleibe noch Zeit, um das restliche Geld zu beschaffen. „Ansonsten muss ich den Verein abwickeln“, so Elke Zitzke. Weil die Lage so dramatisch sei, haben die Mitarbeiter, die kleine Jobs bei der Tafel haben, sogar auf Teile des Gehalts verzichtet. Grund für das drohende Aus sind der allgemeine Rückgang der Spenden. Das merken auch Maria Klotz und Rüdiger Schingale vom Leitungsteam des Caritas-Mittagstisch. Aber auch die Lebenmittelspenden gingen rapide zurück.
Das führe dazu, dass bedürftige Wolfsburger zwar Lebensmittel bekommen, aber Lebensmittel, die für die Zubereitung der warmen Mahlzeiten im Winter nötig sind, müssten von Spenden gekauft werden. Oberbürgermeister Klaus Mohrs wollte vom Leitungsteam außerdem wissen, ob denn ausreichend Ehrenamtliche beim Mittagstisch anpackten. „Da könnten wir auch noch einige gebrauchen“, so Schingale. Vor allem Fahrer für das Kühlfahrzeug.

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